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Wirtschaftsministerin Zypries will das Telekommunikationsgesetz ändern.

Tag des Notrufs

Kinder und Behinderte sollen 112 besser nutzen können

Berlin/Brüssel  - Kinder und behinderte Menschen sollen die Notrufnummer 112 künftig leichter und besser nutzen können. Das ist das Ziel zweier Initiativen aus Belgien und Deutschland.

Das belgische Krisenzentrum will Kinder mit Hilfe eines Videoclips, Ausmalbildern und anderen Spielen mit dem Notruf vertraut machen. Darauf wies das Zentrum am Samstag, dem Europäischen Tag des Notrufs 112, hin.

Zugleich kündigte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) an, Telefonanbieter sollten zu Notrufdiensten für hör- und sprachbehinderte Menschen rund um die Uhr verpflichtet werden. Für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen gibt es einen Vermittlungsdienst mit Videoverbindung und Gebärdendolmetscher. Dieser Service ist bisher nur von 8 bis 23 Uhr erreichbar.

"Diesen Dienst müssen wir auf eine 24-stündige Verfügbarkeit ausdehnen", erklärte Ministerin Zypries laut Mitteilung. "Eine entsprechende Verpflichtung für die Telefonanbieter werden wir nun gesetzlich verankern." Sie will dazu das Telekommunikationsgesetz ändern.

Der Vermittlungsdienst hilft Hör- oder Sprachbehinderten laut Ministerium nicht nur bei Notrufen, sondern auch bei allen anderen Gesprächen mit hörenden Gesprächspartnern. Über Videotelefonie per Computer, Smartphone oder Tablet übersetzt dabei ein Gebärdendolmetscher für beide Telefonteilnehmer gleichzeitig. Auch Hörende können anrufen. Dies soll Zypries zufolge künftig jederzeit möglich sein.

Belgischer Videoclip zu 112 für Kinder

dpa

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