Trotz Begleitservice

Schock für Mutter: US-Fluglinie vertauscht ihren Sohn

New York - "Das ist nicht mein Sohn" - mit diesen Worten musste eine Mutter Medienberichten zufolge in den USA den Mitarbeitern einer Fluglinie klar machen, dass sie das falsche Kind bei ihr abgegeben hatten.

Maribel Martinez wartete demnach auf dem J.F.-Kennedy-Flughafen in New York vergeblich auf ihren fünfjährigen Sohn Andy, der von einem Besuch bei Verwandten in der Dominikanischen Republik zurückkommen sollte.

Wie der Sender CNN am Freitag unter Berufung auf ihren Anwalt berichtete, befürchtete die 38-Jährige zunächst eine Entführung. Die Familie hatte 100 Dollar Aufschlag für den Begleitservice der Flugline JetBlue bezahlt. Nach längerer Wartezeit am Flughafen brachte die Fluggesellschaft schließlich Andys Gepäck, seinen Pass und ein Kind. Nur - es war nicht Andy. "Ich war verzweifelt. Ich saß neben einem Jungen, der nicht meiner war", sagte Martinez.

Erst nach Stunden wurde klar: Die Fluglinie hatte zwei Kinder verwechselt und Andy in einen Flieger nach Boston gesetzt. JetBlue bestätigte den Vorfall vom 17. August in US-Medien. Der andere Junge sei wieder nach Boston gebracht worden, sagte eine Sprecherin der "New York Daily News". Die Airline habe sich bislang nicht entschuldigt, sondern ihr nur Fluggutscheine im Wert von 2100 Dollar angeboten, sagte Martinez' Anwalt. Nun prüfe die Frau eine Klage.

Anwalt Sanford Rubenstein schilderte die Pressekonferenz zu dem Fall auf Twitter:

dpa

Rubriklistenbild: © AFP (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Defekte Seilbahn: 400 Touristen mit Helikopter geborgen 
Nix ging mehr - mit einer Seilbahn in der Schweiz. Die stehengebliebene Seilbahn sorgte für großen Aufwand: Hunderte Menschen wurden in einer Rettungsaktion zurück ins …
Defekte Seilbahn: 400 Touristen mit Helikopter geborgen 
Opa (81) erpresst wochenlang Supermärkte - bis ihn die Polizei erwischt 
Ein 81-Jähriger aus Hessen hat wochenlang Lebensmittelketten in Hessen und Nordrhein Westfalen  erpresst. 
Opa (81) erpresst wochenlang Supermärkte - bis ihn die Polizei erwischt 
Weiter keine Spur zu vermisster Tramperin Sophia L.
Seit einer Woche gibt es kein Lebenszeichen mehr von der Tramperin Sophia L. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus. Angehörige müssen sich unterdessen mit …
Weiter keine Spur zu vermisster Tramperin Sophia L.
Eltern kämpfen um Facebook-Nachlass ihrer toten Tochter
Mutter und Vater möchten den Tod der Tochter verstehen. Aber ihre Suche nach Antworten endet an der Zugangssperre zum Facebook-Konto des Mädchens. Seit Jahren streiten …
Eltern kämpfen um Facebook-Nachlass ihrer toten Tochter

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.