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Marc Dutroux war 2004 wegen der Entführung, Folter und Vergewaltigung von sechs Mädchen und jungen Frauen zu lebenslanger Haft verurteilt worden

Versteckt auf Videokassetten

Kinderpornos in Zelle von Dutroux?

Brüssel - In der Haftzelle des belgischen Kindermörders Marc Dutroux (56) ist Medienberichten zufolge ein Kinderporno-Video entdeckt worden. Die Behörden dementieren dies.

Das pornografische Material sei inmitten einer auf den ersten Blick unverdächtigen Fernsehdokumentation versteckt gewesen, berichteten die Zeitungen der Mediengruppe Sudpresse und Het Nieuwsblad am Freitag.

Dutroux war 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er sechs Mädchen und junge Frauen entführt, gefoltert und vergewaltigt hatte. Vier von ihnen starben. Dutroux, der als meistgehasster Verbrecher Belgiens gilt, hat einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung gestellt. Darüber ist noch nicht entschieden.

Gewaltverbrecher auf der Flucht

Gewaltverbrecher auf der Flucht

Den Berichten zufolge befanden sich die Kinderpornos auf einer Videokassette: Die ersten und letzten Minuten seien völlig harmlos gewesen, im Mittelteil habe sich das verbotene Material befunden. Dutroux verfüge in seiner Zelle über einen Videokassetten-Player, einen DVD-Player und eine Playstation. 2009 war bekanntgeworden, dass Dutroux auf seinem Computer Kinderbilder gespeichert hatte, die mit seinem eigenen Verfahren zu tun hatten.

Behörden widersprechen

Diese Darstellung dementierte am Freitag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Nivelles südlich von Brüssel. Er widersprach damit belgischen Medienberichten. Bei einer routinemäßigen Durchsuchung der Zelle sei eine Videokassette mit einer Reportage gefunden worden, in der auch ein junges Mädchen in einem Badeanzug gezeigt wurde. Dies sei aber „nichts gewesen, was man ihm vorwerfen kann“.

dpa

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