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Polizisten griffen bei der Demo gegen die Begnadigung des Pädophilen brutal durch.

Dutzende Protestler verletzt

Kinderschänder begnadigt - Demo endet blutig

Rabat - Marokkos Polizei hat eine Protestkundgebung tausender Menschen gegen die Begnadigung eines spanischen Kinderschänders brutal niedergeschlagen.

Dabei seien in der Nacht zum Samstag vor dem Parlament in Rabat Dutzende Menschen verletzt worden, berichteten das Nachrichtenportal Afrik und andere Medien. Auch Journalisten seien ins Krankenhaus gebracht worden. In anderen Städten des nordafrikanischen Landes gab es am Freitagabend ebenfalls Proteste gegen die Begnadigung des in Marokko zu 30 Jahren Haft verurteilten Kinderschänders Daniel Fino Galván.

König Mohammed VI. hatte die Freilassung des 64-jährigen Pädophilen Anfang der Woche angeordnet. Anlass war eine Amnestie für insgesamt 1044 Menschen anlässlich des 14. Jahrestags seiner Thronbesteigung.

Fino Galván war vor eineinhalb Jahren wegen Vergewaltigung von elf Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 4 und 15 Jahren verurteilt worden und saß in der Hafenstadt Kenitra hinter Gittern. Er ist seit Mittwoch amtlichen Angaben zufolge wieder auf freiem Fuß und soll inzwischen nach Spanien ausgereist sein.

Neben dem Pädophilen wurden weitere 47 Spanier amnestiert, nachdem der spanische König Juan Carlos bei einem Besuch in Rabat Mitte Juli um einen entsprechenden „Akt der Freundschaft“ gebeten hatte. Nachdem die Empörung in Marokko in den vergangenen Tagen immer größer geworden war, hatte das Außenministerium in Madrid betont, die Liste der Betreffenden sei von den marokkanischen Behörden zusammengestellt worden.

dpa

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