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Eine zerbrochene Puppe als Symbol für Kindesmissbrauch, wie er in der Heilsarmee in Australien stattgefunden haben soll.

Folter und Vergewaltigungen

Kindesmissbrauch bei australischer Heilsarmee?

Canberra - Eine Anhörung zu Kindesmissbrauch in vier Einrichtungen der Heilsarmee in Australien zwischen 1966 und 1977 hat am Dienstag schockierende Details zutage gebracht.

Der Rechtsbeistand der Untersuchungskommission, Simeon Beckett, sagte zu Beginn, körperliche Bestrafung und sexuellen Missbrauch habe es häufig gegeben. Die Schutzbefohlenen seien mit Faustschlägen traktiert, mit Gewalt auf den Boden oder gegen die Wand geschleudert sowie mit Stöcken oder Riemen blutig geschlagen worden. Wiederholt wurden demnach die Opfer vergewaltigt, in einem Fall mit einem Gartenschlauch.

Mehrere Jungen wurden demnach bis zu eine Woche lang auf einer Veranda in einen Käfig eingesperrt. Andere wurden mit brennenden Zigaretten gequält. Sie wurden laut Beckett gezwungen, Reinigungsmittel zu schlucken oder ihr eigenes Erbrochenes zu essen. Offiziere der Heilsarmee und ihre Untergebenen hätten wiederholt Jungen missbraucht, in einem Fall auch mit einem Gartenschlauch. Ein anderer Junge musste Schläge mit einem Lederriemen auf seine Hoden erdulden, berichtete Beckett. Auch andere Männer hätten nächtlichen Zugang zu den Schlafsälen der Jungen gehabt und diese sexuell missbraucht.

Kate Eastman, Rechtsbeistand der Heilsarmee bei der Kommission, entschuldigte sich bei den Opfern für deren "entsetzlichen Erfahrungen". Die Heilsarmee habe aber daraus gelernt, so etwas könne heute nicht mehr vorkommen. Nach einer Serie von Missbrauchsskandalen unter anderem in der katholischen Kirche war die Untersuchungskommission noch unter Ex-Premierministerin Julia Gillard ins Leben gerufen worden.

AFP

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