Bundesregierung: Deutsches Todesopfer bei Anschlag in Kabul

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Dieses Kindsgrab erhitzt die Gemüter tausender Facebook-User.

Bunte Steine müssen weg

Dieses Kindergrab stört die Behörden

Halle - Sindy B. hat ihren erstgeborenen Sohn Felix kurz nach der Geburt verloren. Ihr bleibt nur sein Grab, das sie liebevoll gestaltet. Doch nun wird ihr genau das verboten.

Vor rund zwölf Jahren hat Sindy B. ihren erstgeborenen Sohn Felix verloren. Ein schmerzvolles Ereignis, das die dreifache Mutter an jedem Tag ihres Lebens begleitet - immer, ständig. Um mit dem Schmerz besser fertig zu werden, entschloss sich die Frau aus Sachsen-Anhalt im November 2012, eine Facebook-Seite zu erstellen. Dort teilt sie mit der ganzen Welt unter anderem ihre Geschichte, ihre Gedanken und alte Fotos von Felix und von seinem Grab.

Anfang Juni hatte Sindy B. das Grab ihres Kindes liebevoll neu gestaltet. Ein blauer Streifen aus Steinen, zwei Modellautos und ein kleiner Vogel zieren seit dem die Ruhestätte ihres ersten Kindes. Dazu schrieb sie auf Facebook: "Endlich sieht Felix´ Erdbettchen wieder schick aus."

Links das Grab von Felix an Weihnachten. Rechts das Grab nach der liebevollen Umgestaltung im Juni durch Sindy B.

Doch Mitte Juli bekam Sindy B. Post von der Verwaltung des Friedhofs in der Nähe von Halle. Die blauen Steine seien nicht gestattet. "Das machte mich sprachlos und traurig zugleich", erzählt Sindy B. Sie kann die Welt nicht mehr verstehen. Manch andere würden ihre Gräber verwittern lassen und daran störe sich offenbar keiner. Aber das liebevoll gestaltete Grab von Felix würde gegen die Norm verstoßen. Die Friedhofsverwaltung argumentiert damit, dass sie die blauen Steine nicht gestatten können. Es wird befürchtet, andere könnten es Sindy B. gleich tun und Gräber bunt und schrill gestalten.

Aber das will die dreifache Mutter nicht einsehen. Sie kämpft für den Erhalt des Grabes mit seinem jetzigen Aussehen. Neben der Ruhestätte von Felix sind auch zwei weitere Kindsgräber von der Entscheidung der Friedhofsverwaltung betroffen. Sindy B. fordert eine Ausnahmeregelung. Kindsgräber müssten doch auch kindsgerecht gestaltet werden dürfen. Unterstützung erhält sie von tausenden Facebook-Usern. Schon über 9000 Mal wurde ein Foto von Felix´ Grab auf Facebook geteilt. Eine Unterschriftenaktion wurde gestartet und schon über 23.000 Menschen setzen sich für die Frau aus Sachsen-Anhalt ein. Sindy B. hofft, dass Felix' Grab so bleiben kann, wie es ist.

Todesanzeigen im Internet auf trauer.de

Jonas Regauer

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