Kindsmörder Gäfgen will europäisches Urteil überprüfen lassen

Frankfurt/Main - Der Kindsmörder Magnus Gäfgen will die Ablehnung seiner Grundrechtsbeschwerde durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte von der Großen Kammer dieses Gerichts überprüfen lassen. Dies bestätigte Gäfgens Anwalt, Michael Heuchemer, am Dienstag auf Anfrage.

Heuchemer beruft sich vor allem darauf, dass es bei der Entscheidung vom 30. Juni ein abweichendes Votum einer Richterin gegeben habe. Gäfgen ist wegen Mordes an dem Bankierssohn Jakob von Metzler zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte ihn im September 2002 entführt und getötet. Gäfgens Grundrechtsbeschwerde bezog sich darauf, dass ihm im Verhör Folter angedroht wurde.

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