Schockierender Radio-Mitschnitt

Polizei richtet Stier hin: Zeugen entsetzt

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Klagenfurt - Nachdem ein Stier in Kärnten am Montag vom Schlachthof geflüchtet ist, wurde das Tier getötet. Entsetzte Zeugen sprechen im Radio von Tierquälerei. Wir haben den Mitschnitt zum Reinhören.

Aus einem Schlachthof in Klagenfurt sind am Montag zwei Stiere entlaufen. Während eines der beiden Tiere noch auf dem Gelände wieder eingefangen wurde, entwischte der zweite Bulle und hielt die Polizei in Atem.

Flucht durch Klagenfurt

Die Flucht führte durch halb Klagenfurt und endete schließlich auf dem Hauptbahnhof der österreichischen Landeshauptstadt.  Dort verirrte sich das völlig verängstigte Tier zwischen den Gleisen und geriet in Panik. Wie die Kleine Zeitung berichtet, entschieden die Behörden nach Absprache mit dem Besitzer, das Tier an Ort und Stelle zu töten. Die Gefahr für die Bevölkerung sei demnach zu groß gewesen. Zwei Polizisten erlegten den 800-Kilogramm schweren Bullen mit mehreren Gewehrschüssen.

Augenzeugen sind empört

Am Dienstagmorgen war die tragische Tötung des Stieres beim Radiosender Antenne Kärnten das Topthema. Mehrere Augenzeugen riefen in der Morgenshow an und machten ihrem Ärger über die Hinrichtung des Bullen Luft.

"Die haben circa fünf- bis sechsmal auf den Stier eingeschossen. Dann hat so ein Mann, der ganz in weiß war, drei große Messer ausgebracht. Da ist dann auf das Tier eingestochen worden und dann ist der Stier wieder aufgestanden", schildert ein Hörer die dramatische Aktion. "Es hat irsinnig lang gedauert. Der Stier ist am Boden gewesen und blutüberströmt wieder aufgestanden, hat am Boden gezappelt und sich gequält. Ich meine, dass muss nicht sein. Da hätte ein anderes Vorgehen auch sein können."

"Das ist Tierquälerei"

Vor allem die Art und Weise der Tötung, stößt dem Hörer sauer auf und er redet sich richtig in Rage. "Laut der Aussage eines Polizisten, den ich auf das angeredet habe, sagt er, wir können das Tier nicht durch einen Kopfschuss töten, weil unsere Kugeln zu schwach sind und durch den dicken Schädel nicht durchgehen", erzählt er. "Da muss ich mich auch fragen, was das Ganze soll. Das ist nichts anderes als eine reine Tierquälerei, vor was weiß ich wievielen Menschen und Kindern, die dort vor Ort waren. Es muss nicht sein, dass es so ausartet und dass das Tier so leidet. Man geht mit keinem Lebewesen auf der Welt so um", schimpft er weiter. Er widerspricht außerdem der Aussage, dass von dem Bullen eine Gefahr ausgegangen sei. "Auf mich hat der Stier im ersten Moment keinen Eindruck gemacht, dass der weiß Gott wie aggressiv ist. Der ist einfach dort gestanden und hat sich nicht ausgekannt."

ÖBB-Sprecher rechtfertigt Vorgehen

Christoph Posch, Sprecher der österreichischen Bundesbahn (ÖBB), sagt bei Antenne Kärnten dazu: "Laut Polizei war das eine notwendige Maßnahme. Der Bahnhof selbst war voll mit Pendlern." Er rechtfertig das Vorgehen der Behörden. "Ein Stier selbst ist ein ziemlich aggressives Tier, wenn es in Rage ist und dieser Stier war in Rage", so Posch weiter.

"Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen"

Ein anderer Hörer ist hingegen nur noch entsetzt. Er hatte wegen der Tötung sogar eine schlaflose Nacht. "Es war katastophal. Der ist mit neun Schüssen niedergestreckt worden. Das Tier hat sicher 20 Minuten gelitten. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen.

Hier hören Sie den Mitschnitt von Radio Kärnten (Moderation Patricia Jordan, Thommy Schmidt, Pia Pippal):

Hier hören Sie einen Mitschnitt von Radio Kärnten (Moderation Patricia Jordan, Thommy Schmidt, Pia Pippal)

jb

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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