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Ein Krankenwagen fährt auf das Gelände des Sankt-Georg-Klinikums in Leipzig (Sachsen), in dem der Ebola-Patient aus Afrika in der Nacht gestorben ist.

Klare Regeln

Das passiert mit der Leiche des Ebola-Patienten

Leipzig - Die Ärzte im Leipziger Klinikum St. Georg haben den Kampf um den mit Ebola infizierten Patienten verloren, der UN-Mitarbeiter ist in der Nacht zum Dienstag gestorben. Viele fragen sich, was nun mit seiner Leiche passiert.

Nach dem Tod des Ebola-Patienten in Leipzig greift beim Umgang mit der Leiche ein festgelegtes Verfahren. Der verstorbene UN-Mitarbeiter soll unverzüglich eingeäschert werden. Wer an Ebola-Fieber stirbt, wird demnach desinfiziert, in eine flüssigkeitsdichte Plastikhülle gelegt und in einem speziell präparierten Sarg aufbewahrt. Die Maßnahmen seien vom Robert Koch-Institut (RKI) vorgegeben, sagte ein Sprecher des sächsischen Gesundheitsministeriums am Dienstag.

Bundesweite Strategien dazu hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit dem RKI und einem Expertenkreis entwickelt. Für die konkrete Umsetzung sind die Gesundheitsbehörden der Länder zuständig.

Das BBK empfiehlt, den Leichnam - eingewickelt in Formalin-getränkte Tücher - in zwei Plastikhüllen zu legen und diese wasserdicht mit Tape zu verkleben. Auch von Außen sollen die Hüllen nochmals desinfiziert und der Leichnam schließlich in einen mit aufsaugenden Stoffen präparierten Holzsarg gelegt werden.

Der Sarg muss in einem separaten und gesicherten Kühlraum stehen und gekennzeichnet sein. Die Bestatter werden über das Infektionsrisiko aufgeklärt, das beim ungeschützten Umgang mit der Leiche entstehen würde. Wurden Leichnam und Sarg jedoch entsprechend desinfiziert, sind für die Bestatter keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich. „Eine Kremation ist der Erdbestattung vorzuziehen“, heißt es in den RKI-Informationen zu Maßnahmen bei Todesfällen.

Ebola: Darum ist die Krankheit so gefährlich

dpa

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