Bevor Sie ein Kleingewerbe anmelden und sich damit etwas dazu verdienen, fragen Sie Ihren Chef um Erlaubnis.
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Wenn Sie gern nähen und die Kleider nebenbei verkaufen möchten, melden Sie ein Kleingewerbe an.

Kleingewerbe anmelden: So funktioniert‘s

Selbstgenähtes verkaufen, Fingernägel designen, Computer reparieren: Machen Sie Ihr Hobby zum Nebenberuf und melden Sie ein Kleingewerbe an. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Das Kleingewerbe beginnt, wenn Sie erstmals nach außen als Gewerbetreibender auftreten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie Waren für Ihre Nebentätigkeit einkaufen. Haben Sie dann keinen Gewerbeschein drohen 1.000 Euro Bußgeld.

Informieren Sie sich daher genau über Ihre Rechte und Pflichten als Kleingewerbetreibender. Ratgeber-Communities im Internet, in denen Sie Ihre Fragen stellen können, bieten eine erste Orientierungshilfe. Dort erfahren Sie, ob Sie eine Überschussrechnung oder eine Bilanz benötigen und wie eine Rechnung aussehen muss. Informieren Sie sich aber auch bei einem Steuerberater.

In wenigen Schritten zum Gewerbeschein

Sind alle Fragen beantwortet, melden Sie Ihr Kleingewerbe an:

  • Den Gewerbeschein beantragen Sie beim Gewerbe- oder Ordnungsamt des Ortes, in dem Sie Ihre Nebentätigkeit aufnehmen.
  • Für den Antrag benötigen Sie die vollständig ausgefüllte Gewerbeanmeldung, einen Personalausweis oder Reisepass. Das Formular können Sie meistens auf der Internetseite der Stadt oder Gemeinde herunterladen und zu Hause ausfüllen.
  • Der Schein kostet je nach Region zwischen 15 und 60 Euro.
  • Der Name Ihres Geschäfts entspricht meist Ihrem Vor- und Zunamen und einem Zusatz über Ihr Gewerbe.
  • Sie werden nicht automatisch ins Handelsregister eingetragen, können sich aber freiwillig dort aufnehmen lassen.

So geht es nach der Anmeldung weiter

Das Gewerbeamt informiert zwar das Finanzamt, die Berufsgenossenschaft und die Industrie- und Handelskammer (IHK) über die Gewerbeanmeldung. Das kann allerdings mehrere Wochen dauern. Doch gerade bei der Berufsgenossenschaft ist Eile geboten: Dort müssen Sie sich innerhalb einer Woche anmelden. Kontaktieren Sie die Behörden daher besser selbst.

Informieren Sie Ihre Krankenkasse über das Kleingewerbe, da möglicherweise höhere Beiträge fällig werden. Bei der IHK werden Sie automatisch Mitglied, zahlen bis zu einer bestimmten Gewinngrenze allerdings keine Gebühren. Liegen Sie darüber, richtet sich der Mitgliedsbeitrag nach Ihrem Erlös.

Was das Finanzamt von Ihnen will

Vom Finanzamt erhalten Sie per Post einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Unter dem Punkt „Angaben zur Anmeldung und Abführung der Umsatzsteuer“ nehmen Sie die Kleinunternehmerregelung in Anspruch. Das bedeutet, dass Sie bei weniger als 17.500 Euro Umsatz von der Umsatzsteuer befreit sind.

Steuerpflichtige Einnahmen inklusive darauf entfallender Umsatzsteuer dürfen im Jahr der Betriebseröffnung nicht mehr als 17.500 Euro betragen. Im laufenden Kalenderjahr müssen die Einnahmen unter 50.000 Euro liegen.

Beim Chef um Erlaubnis fragen

 Wenn Sie einen festen Job haben, mit dem Sie Ihren Lebensunterhalt verdienen, informieren Sie Ihren Chef über die geplante Nebentätigkeit. Bei folgenden Punkten versteht der Arbeitgeber meist keinen Spaß und darf Ihnen den Zweitjob sogar verbieten:

  • Ihr Hauptarbeitsverhältnis leidet unter dem Nebenerwerb.
  • Sie sind krankgeschrieben, gehen aber Ihrer Nebentätigkeit nach.
  • Sie sind mit Ihrem Kleingewerbe im gleichen Bereich wie Ihr Arbeitgeber tätig und machen ihm Konkurrenz.
  • Sie nutzen Ihren Urlaub für die Nebentätigkeit und nicht zur Erholung.

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