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Eingang des Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg. Hier verstarb ein zwölf Monate alter Junge an den Folgen einer Misshandlung. Foto: Axel Heimken/Archiv

Kleinkind nach Misshandlung in Hamburg gestorben

Der Fall hat Entsetzen in Hamburg ausgelöst: Ein Baby soll so schwer geschüttelt worden sein, dass es an den Folgen starb. Im Verdacht stehen seine Mutter und ihr Lebensgefährte. Das Jugendamt soll die Familie betreut haben.

Hamburg (dpa) - Der zwölf Monate alte Junge aus Hamburg, der vor einer Woche mit einem Schütteltrauma ins Krankenhaus eingeliefert worden war, ist an seinen Verletzungen gestorben.

Das Baby aus dem Stadtteil Altona-Nord sei am Samstagabend um 19.43 Uhr im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) gestorben, sagte Oberstaatsanwalt Carsten Rinio am Morgen. Zuvor hatten die Online-Ausgabe der "Bild"-Zeitung und NDR 90,3 darüber berichtet.

Rinio sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Leichnam des Jungen noch am Sonntagabend im Institut für Rechtsmedizin untersucht werden sollte. Ergebnisse würden frühestens für Montag erwartet. Das Baby namens Tayler sei vermutlich durch Schütteln erheblich verletzt worden, hatte er am Freitag gesagt. Ermittelt werde gegen die 22 Jahre alte Mutter des Kindes und ihren 26 Jahre alten Lebensgefährten, der nicht der Vater sei.

Medienberichten zufolge wurde die Familie vom Jugendamt betreut. Nur einen Tag, bevor das Kind am Samstag vergangener Woche ins UKE gebracht wurde, hatte demnach eine sozialpädagogische Familienhilfe die Familie besucht. Die Fachkraft habe blaue Flecken dokumentiert, aber nicht an den Allgemeinen Sozialen Dienst weitergemeldet, hieß es. Ein Sprecher des Bezirksamts Altona sagte, die Jugendhilfeinspektion sei eingeschaltet worden, um den nachzugehen.

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