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Nach Bekanntwerden der jüngsten Vergewaltigungsfälle haben sich in Delhi aufgebrachte Menschen auf der Straße versammelt. Foto: Rajat Gupta

Kleinkinder in Neu Delhi vergewaltigt

Erneut sorgt sexuelle Gewalt in Indien für einen Aufschrei. Demonstranten machen in der Hauptstadt Neu Delhi vor allem die Regierung und die Polizei verantwortlich. Eines der Opfer ist ein zweijähriges Mädchen.

Neu Delhi (dpa) - Nach der Vergewaltigung einer Zweijährigen hat die indische Polizei die Festnahme von zwei Jugendlichen gemeldet. Die beiden jungen Männer stünden im Verdacht, das Kleinkind am Freitag vergewaltigt und in einem Park liegen gelassen zu haben.

Das Mädchen war nach Angaben der Eltern erst Stunden später bewusstlos und blutend entdeckt worden. Rund 260 Verdächtige seien von mehr als 20 Einsatzteams befragt worden, berichtete ein Polizeisprecher. Die Festnahmen seien dann aufgrund von Aufnahmen erfolgt, die Überwachungskameras in der Nähe des Hauses des Mädchens gemacht hätten, sagte der Sprecher.

Bereits am Samstag waren ebenfalls in Delhi drei Männer festgenommen worden, die eine Fünfjährige vergewaltigt und gefoltert haben sollen. Am Samstag hatten Ärzte den Zustand beider Kinder als stabil bezeichnet. Nur wenige Tage zuvor hatte die Vergewaltigung einer Vierjährigen in der indischen Hauptstadt für Empörung gesorgt. In Delhi warfen Demonstranten Regierung und Polizei vor, die Sicherheit von Frauen und Mädchen in der Stadt nicht gewährleisten zu können.

Seit der tödlichen Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus 2012 in Neu Delhi macht die sexuelle Gewalt gegen Frauen im Land immer wieder Schlagzeilen. Allein in Neu Delhi wurden 2014 mehr als 2000 Vergewaltigungen registriert. Dies belegen von der Polizei veröffentlichte Zahlen. Landesweit wurden knapp 37 000 Fälle von Vergewaltigung gemeldet. Ein Großteil der Übergriffe wird nach Angaben von Hilfsorganisationen allerdings nicht angezeigt.

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