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Bericht des Weltklimarats: Ist es schon zu spät? Vorhersage für den Mittelmeerraum ist erschreckend

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Aus dem neuen Bericht des Weltklimarats geht hervor, dass sich der menschengemachte Klimawandel beschleunigen wird. Doch eine erste Prognose sieht düster aus.

Genf - Der Bericht des Weltklimarats (IPCC) zeigt eindeutig, dass der Klimawandel die Menschheit bedroht. Zeit, um das Ganze abzuwenden, bleibt nur noch wenig. Das haben die Ergebnisse der physikalischen Grundlagen der Klimaforschung gezeigt. Klar ist: Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Dürren und Starkregen werden immer mehr.

Gleichzeitig brennt es rund ums Mittelmeer: Neben Italien sind vor allem Griechenland und die Türkei stark betroffen. Derzeit gibt es keine Hoffnung auf Entwarnung - und auch die Prognose des Weltklimarats für den Mittelmeerraum zerschlägt jede Hoffnung auf Besserung.

Klima-Vorhersage für Europa: Mittelmeerraum wird Hotspot

Für die Region um das Mittelmeer sagt der IPCC laut dpa einen stärkeren Temperaturanstieg als für den Rest der Welt vorher. Während Starkniederschläge im Norden Europas vor allem in den Wintermonaten zunehmen werden, werde es im Süden des Kontinents in den Sommermonaten immer weniger Regen geben, so die dpa.

Mit Blick auf Europa heißt es außerdem, dass „Extremniederschläge und dadurch verursachte Überschwemmungen
nach den Projektionen in allen Regionen außer dem Mittelmeer zunehmen werden, wenn die Erderwärmung über 1,5 Grad hinausgeht“. Dabei liegt die mittlere Temperatur in Deutschland bereits jetzt bei 1,6 Grad über dem vorindustriellen Niveau, wie Astrid Kiendler-Scharr, vom Institut für Energie- und Klimaforschung am Forschungszentrum Jülich der Deutschen Presse-Agentur berichtet.

Feuerwehrleute und Einwohner im Norden der griechischen Insel Evia kämpfen gegen ein Wiederaufleben des Feuers, nachdem sie versucht haben, die Fronten auf der Nordostseite der Insel zu begrenzen.
Brände wie derzeit in Griechenland könnten in Zukunft häufiger im Mittelmeerraum auftreten. © Vasilis Rebapis via www.imago-images.de

Klimawandel in Europa: Ist es schon zu spät?

Die 1,5 Grad-Marke soll bereits bis zum Jahr 2030 erreicht werden - zehn Jahre früher als gedacht. Dabei wird es Klimaveränderungen geben, die bereits jetzt nicht mehr zu stoppen sind. Wie aus dem Bericht des Weltklimarats hervorgeht, wird der Meeresspiegel an Europas Küsten mindestens so schnell ansteigen, wie der globale Mittelwert - unabhängig von zukünftigen Klimaschutzmaßnahmen. Dadurch werden Flutereignisse und Überschwemmungen immer stärker zunehmen. Außerdem werden Sandstrände in Europa zunehmend verschwinden, wie die dpa dem Bericht entnimmt.

Wie genau sich diese Veränderungen auf Menschen und Tiere in Europa auswirken werden, untersuchen derzeit Forscher des Weltklimarats. Im Februar 2022 soll laut Spiegel der zweite Bericht zum Klimawandel vorgestellt werden. Klar ist den Wissenschaftlern bereits jetzt, dass sich die Klimaveränderungen auch auf unsere Nahrungsmittelproduktion und Gesundheit auswirken wird.

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