Keiner vermisst sie...

Wem gehören die 7000 Euro aus der Kirche?

Karlsruhe -Anonyme Spende oder Vergesslichkeit? Genau 6860 Euro hat eine Messnerin vor zwei Wochen in einer Karlsruher Kirche gefunden - doch keiner vermisst das Geld.

Das hübsche Sümmchen befand sich in kleinen Scheinen in einer Einkaufstasche. Es wird nach Angaben der Polizei vom Donnerstag als „Fundsache“ angesehen. Dies bedeutet: Meldet sich innerhalb eines halben Jahres niemand, ist die Kirche um knapp 7000 Euro reicher.

Ob die Tasche vergessen wurde oder ob es als anonyme Spende an die Kirche gedacht war, ist unklar. Es sehe fast so aus, als ob ein Mütterchen seinen Sparstrumpf geleert habe, meinte ein Polizist angesichts der vielen kleinen Scheine.

Dass jemand einen solchen Betrag spendet, ist der Polizei zufolge die Ausnahme. Bundesweit gab es aber immer mal wieder ähnliche Fälle. So hatte im Sommer ein Unbekannter in Waiblingen (Baden-Württemberg) Geldgeschenke an Bedürftige verteilt. In Braunschweig hatte ein anonymer Gönner insgesamt mehr als 200 000 Euro verteilt. In den Geldumschlägen wiesen Zeitungsausschnitte auf den Verwendungszweck hin - meist sollten soziale Einrichtungen beschenkt werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolfoto)

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