Knast für Organisator des Pokerraubes von Berlin

Berlin - Nach 17-monatigem Prozess hat das Landgericht Berlin den Organisator des sogenannten Pokerraubes zu sechs Jahren und vier Monaten Haft wegen schweren Raubes und Körperverletzung verurteilt.

Der heute 30-Jährige wurde am Dienstag schuldig gesprochen, die eigentlichen Täter über einen Verwandten angeheuert, diese vor Ort instruiert, den Fluchtwagen gefahren und die Beute später aufgeteilt zu haben.

Bei dem Überfall im März 2010 auf das Pokerturnier in einem Luxushotel am Potsdamer Platz waren Startgelder in Höhe von 242.000 Euro erbeutet wurden. Drei Wachmänner waren damals verletzt worden. Vier damals 19- bis 21-jährige Täter wurden bereits zu Gefängnisstrafen in Höhe von bis zu drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

Angeklagter gestand im Verfahren

Mit dem Urteil folgt das Gericht dem Antrag des Staatsanwalts. Die Verteidigung hatte eine etwas geringere Strafe gefordert. Das Gericht hielt dem 30-Jährigen zu Gute, dass er im Verfahren geständig war und auch Namen der Mittäter benannt hatte. Zudem hatte er 22 000 Euro von seinem Beuteanteil zurückgegeben. Der Prozess ergab, dass sowohl der Angeklagte als auch die vier Räuber jeweils 45 000 Euro von der Beute erhielten und davon 5 000 Euro an einen Tippgeber abgeben mussten.

In dem seit August 2010 laufenden Prozess war ursprünglich auch der mutmaßliche Tippgeber des Pokerraubes angeklagt. Gegen den heute 32-Jährigen wird nun gesondert weiter verhandelt. Er soll am Pokerturnier teilgenommen und damals das Zeichen zum Losschlagen gegeben haben.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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