Knut zum ersten Mal länger ohne Ziehvater

Berlin - Knut muss jetzt tapfer sein: Der berühmte Berliner Eisbärenjunge muss zum ersten Mal in seinem achtmonatigen Leben längere Zeit ohne seinen Ziehvater Thomas Dörflein auskommen. Der Tierpfleger, der den von seiner Mutter verstoßenen Eisbären von Hand aufgezogen hatte, macht ab Montag drei Wochen Urlaub.

Als Knut noch jünger war, führten bereits drei Tage Abwesenheit der «Ersatzmama» zu jämmerlichen Schreien des kleinen Eisbären. Berlins Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz sieht in dem wohlverdienten Urlaub des Tierpflegers jedoch kein Problem.

«Das hat keinerlei Auswirkungen auf Knut, wenn Dörflein weg ist», sagte Blaszkiewitz . «Der Bär weint nicht und wird nicht traurig sein.» Zudem hätten sich auch die anderen drei Pfleger des Bärenreviers von Anfang an um Knut gekümmert. «Der Eisbär ist ein solitäres Wesen. Er freut sich nur, wenn er was zu fressen bekommt», so der Zoodirektor.

Die Diät, auf die Knut wegen seiner Leibesfülle gesetzt wurde, sei nicht so strikt. «Im Grunde würde es reichen, wenn Knut einmal am Tag etwas zu fressen kriegen würde. Aber das Futter ist auch Beschäftigung für ihn. Knut ist ja noch so ein junger Bär», sagte der Tierexperte.

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