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Koalabären sind im australischen Bundesstaat Queensland zur gefährdeten Art erklärt worden.

Bestände schrumpfen

Koalas in Australien nun "gefährdete Art"

Sydney - Symboltier in Gefahr: Die Bestände der Koalas gehen in Australien zurück. Doch nicht in allen Regionen sind die Beuteltiere gern gesehen.

Koalas werden im gesamten australischen Bundesstaat Queensland zur gefährdeten Art erklärt. Ihre Bestände schrumpfen stark. Das zwinge Behörden auf allen Ebenen, mehr Schutzmaßnahmen zu entwickeln, sagte die Premierministerin von Queenslands, Annastacia Palaszczuk, am Sonntag. „Der Koala ist ein Kulttier, das vielen Bedrohungen ausgesetzt ist, darunter Klimawandel, Einschränkung des Lebensraums, Krankheiten, Autounfälle und Hundeattacken“, sagte sie.

Laut Koala-Stiftung (Australian Koala Foundation) gibt es in Australien nur noch schätzungsweise 100 000 Koalas in der Wildnis. Im Staat New South Wales gelten sie schon länger als „gefährdet“.

In anderen Teilen Australiens gelten die putzigen Tiere dagegen als Plage. Seit 2001 steht der Koala auf der offiziellen australischen Liste regionaler Schädlinge - in der Gesellschaft von Termiten, gefräßigen Seesternen und dem fleischfressenden Eisvogel Kookaburra, der auch als Lachender Hans bekannt ist. In Cape Otway und auf der Känguruinsel im Süden sind die Populationen deshalb sogar durch Sterilisierung und auch schon durch Abschießen reduziert worden.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurden Koalas (Phascolarctos cinereus) wegen ihres weichen Fells intensiv bejagt. Die Baumbewohner sind keine Bären, sondern Beuteltiere. Sie werden bis zu 80 Zentimeter groß, schlafen viel und sind überwiegend nachtaktiv. Sie ernähren sich hauptsächlich von den Blättern bestimmter Eukalyptusarten. Pro Nacht können sie bis zu ein Kilogramm davon fressen.

Die Tiere sind bei der Geburt blind, nackt und nur zwei Zentimeter lang. Sie müssen ihren Weg in den Beutel der Mutter finden und bleiben dort sechs bis sieben Monate. Sie trinken Muttermilch und fressen „Papp“, eine besondere Art von Kot, mit der die Mutter ihrem Nachwuchs Mikroorganismen aus dem Darm zuführt. Diese brauchen die Kleinen, um die für viele andere Tierarten giftigen Eukalyptus-Blätter verdauen zu können.

In Europa gibt es nur wenige Zoos, die sich die wegen der teuren Eukalyptus-Nahrung kostspieligen Koalas halten, darunter Wien, Dresden und Duisburg.

dpa

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