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Der Videograb zeigt das Flugzeug von Easyjet am 10.06.2017 auf einer Rollbahn des Flughafen Köln/Bonn mit einer herausgelassenen Notrutsche.

Kein Sprengmittel an Bord gefunden

Nach Easyjet-Zwischenlandung: Polizei gibt Entwarnung

In dem verdächtigen Rucksack, der am Samstagabend zu der außerplanmäßigen Landung eines Flugzeugs auf dem Flughafen Köln/Bonn geführt hat, wurden keine Sprengmittel gefunden. Die Verdächtigen sind wieder auf freiem Fuß.

Köln - Weil drei Männer über terroristische Themen gesprochen haben sollen, ist ein Flugzeug auf dem Flughafen Köln/Bonn unplanmäßig gelandet. Der Pilot der Maschine hatte sich zu dem außergewöhnlichen Schritt entschlossen. Die 31, 38 und 48 Jahre alten Briten wurden nach der Landung festgenommen. Laut einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft und der Polizei wurden sie am Sonntagnachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem sich der Verdacht gegen sie nicht erhärtet hatte.

Bevor die Polizei die drei Verdächtigen wieder freiließ, wurden sie erkennungsdienstlich behandelt. „In Deutschland liegen über die Männer keine staatsschutzrelevanten Erkenntnisse vor“, teilte die Polizei in Köln mit. Zudem wurden ihre Handydaten ausgewertet. Einer der drei Männer hatte in dem Flugzeug ein Buch mit der Aufschrift "Kill" und einem aufgedruckten Gewehr in der Hand gehalten. 

Der Rucksack des 48-Jährigen, in dem Verkabelungen zu erkennen waren, wurde am Flughafen von einem Entschärfer der Bundespolizei kontrolliert gesprengt. In dem Rucksack befanden sich laut Polizei Ladekabel mit Steckdosen-Adaptern. Die drei Briten waren im Auftrag einer britischen Firma in Slowenien beruflich unterwegs gewesen.

Wegen des Vorfalls stoppte der sechstgrößte deutsche Airport am Samstagabend seinen Flugbetrieb für gut drei Stunden. Die mit 151 Passagieren besetzte Maschine der Fluggesellschaft Easyjet war auf dem Weg von Ljubljana (Slowenien) nach London. Die Fluggäste mussten nach der Landung die Maschine über Notrutschen verlassen. Dabei verletzten sich einige Passagiere leicht. 

Die ganze Maschine samt Gepäckraum war mit Spürhunden intensiv durchsucht worden, ohne jedoch irgendwelche Sprengmittel zu finden.

„Verdächtiges Gespräch“ lässt sich nicht verifizieren

 Die Polizei erklärte, sie hätten sich an Bord nach Angaben von Zeugen über „terroristische Inhalte“ unterhalten. Dies ließ sich nach der Befragung der Besatzungsmitglieder und 17 weiterer Fluggäste zu dem Vorfall nicht verifizieren. Die Polizei gehe davon aus, dass es keine reale Gefährdung gegeben habe.

Nach Angaben des Flughafens sollten die Passagiere des Fluges am Sonntagmittag nach London weiterfliegen. Sie hatten die Nacht in Hotels verbracht. Das Flugzeug sei wieder freigegeben, erklärte die Polizei.

dpa/afp

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