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Corona: Köln verteidigt Karnevalsauftakt – Seitenhieb gegen München 

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Von: Nina Büchs

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Junge Menschen feiern in dem 2G Bereich um den Zülpicher Platz.
Am 11.11. feierten tausende Jecken den Karnevalsauftakt in Köln. In dern ganzen Bundesrepublik sorgten Bilder von überfüllten Straßen für Aufruhr. (Archivbild) © Henning Kaiser/dpa

Köln: Können Großveranstaltungen wie der Karnevalsauftakt am 11.11. als Pandemietreiber bezeichnet werden? Der Kölner Krisenstab hat darauf eine klare Antwort.

Köln – Der Karnevalsauftakt am 11.11. in Köln ist nun schon ein paar Wochen her. Tausende Jecken feierten an diesem Tag dicht gedrängt auf den Straßen, zu Hause oder in den Kneipen. Seitdem ist die Inzidenz in Köln immer weiter angestiegen, aktuell liegt sie sogar bei 454,1 (Stand: 3. Dezember, Quelle: RKI). Doch ist tatsächlich der Karnevalstakt der Grund für den Anstieg der Infektionen in Köln? Dr. Harald Rau, Beigeordneter für Soziales, Gesundheit und Wohnen meint: Nein.

Corona Köln: Bei Privat-Partys und Kneipen kam es zu Infektionen

Warum der Karnevalsauftakt nicht als Pandemietreiber bezeichnet werden kann, zeigt Rau anhand einer Statistik. „Wenn man die Kurve nach dem 11.11. sieht, gehen die Zahlen etwas höher, aber wenn man das mit anderen Städten vergleicht, geht die Kurve auch in München hoch, jedoch haben die dort keinen 11.11.“, so Rau in der Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage.

Erst am Mittwoch teilte die Stadt mit, dass 567 Corona-Fälle auf den Karnevalsauftakt zurückführen seien (Stand: 1. Dezember). Dr. Nießen, Leiter des Kölner Gesundheitsamts, ergänzte in der Pressekonferenz, dass sich der Großteil der Menschen an Karneval bei privaten Partys in Innenräumen angesteckt habe. Doch auch bei den Partys in den Kneipen infizierten sich manche Menschen mit dem Coronavirus.

7-Tage-Inzidenz nach Karneval: Köln und München im Vergleich

DatumKölnMünchen
Freitag, 03.12.2021454,1422,9
Donnerstag, 02.12.2021433,0419,4
Mittwoch, 01.12.2021397,7433,1
Dienstag, 30.11.2021355,2472,2
Montag, 29.11.2021313,3466,8
Sonntag, 28.11.2021333,6476,1
Samstag, 27.11.2021293,8479,0
Freitag, 26.11.2021295,1498,9
Donnerstag, 25.11.2021288,0497,6
Mittwoch, 24.11.2021289,4494,4
Dienstag, 23.11.2021331,3681,9
Montag, 22.11.2021300,9705,3
Sonntag, 21.11.2021278,9727,2
Samstag, 20.11.2021277,7756,3
Freitag, 19.11.2021265,2754,0
Donnerstag, 18.11.2021252,1694,8
Mittwoch, 17.11.2021240,8496,6
Dienstag, 16.11.2021243,7414,3
Montag, 15.11.2021245,7334,7

Corona: Warum ist die Zahl der Infektionen in Köln so hoch?

Bei den Infektionen in Köln seien mehrere „Cluster“ ersichtlich geworden, so Dr. Nießen. So kam es zuletzt zu vielen Ausbrüchen mit Innenraumbezug. Mehrere Infektionen gab es unter anderem bei Sportveranstaltungen, Partys in Clubs und einem Corona-Ausbruch im Seniorenheim. Zudem sei die Infektionsrate aktuell bei Kindern und Jugendlichen am höchsten, dies sei jedoch dadurch zu erklären, dass diese noch kein Impfangebot erhalten haben.

Coronavirus Köln: Inzidenz hoch wie nie – Karneval zu unterbrechen ist „keine Option“

Schon im neuen Jahr stehen in Köln dann schon die nächsten größeren Karnevalsveranstaltungen kann. Aufgrund der aktuellen Lage könnte es jedoch durchaus sein, dass die Zahlen nicht so schnell heruntergehen werden. Für Köln sei es aktuell keine Option, die Phase des Karnevals zu unterbrechen, sagte Stadtdirektorin Blome in der Pressekonferenz auf die Frage, ob der Kölner Karneval eventuell verschoben werden könnte. Düsseldorf entschied sich zuletzt für diesen Weg.

Ob und inwiefern Großveranstaltungen zum Karneval im neuen Jahr jedoch tatsächlich möglich sein werden, bleibt abzuwarten. Ein wichtiger Faktor wird dabei die 7-Tage-Inzidenz und die Hospitalisierungsinzidenz bleiben. (nb) *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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