+
Der Eingang des Kölner Doms ist gesperrt. Er ist wegen eines verdächtigen Mannes evakuiert worden. Foto: Katharina Hensel

Entwarnung nach drei Stunden

Mann fuhr mit Kleinbus vor Kathedrale: Kölner Dom evakuiert

Ein Mann fährt mit einem Transporter direkt vor den Kölner Dom und läuft mehrmals in das weltberühmte Gotteshaus. Die Sicherheitskräfte wollen kein Risiko eingehen: Der Dom wird evakuiert und mit Spürhunden durchsucht. Erst dann gibt es Entwarnung.

Köln (dpa) - Der Kölner Dom ist evakuiert und nach Sprengstoff abgesucht worden, nachdem ein Mann mit einem Transporter vorgefahren und mehrmals in den Dom gelaufen war. Der 26-Jährige aus dem Raum Aachen habe sich auffällig verhalten und sei von Polizisten in Gewahrsam genommen worden.

Das teilte die Polizei am Freitag mit. Der Rumäne sei mit dem Wagen auf der Domplatte vorgefahren. In der Kathedrale soll er über Bänke geklettert sein und Menschen angesprochen haben.

Der Sicherheitsdienst des Doms hatte gegen 8.15 Uhr die Polizei alarmiert. Nach Aufforderung von Dom-Mitarbeitern hatte der Mann den Transporter noch in eine Seitenstraße umgeparkt, bevor er sich von Polizisten widerstandslos abführen ließ. Der Dom wurde dennoch gesperrt und evakuiert. Laut Schnelltest stand der 26-Jährige unter Drogeneinfluss. Ein Arzt entnahm ihm daraufhin eine Blutprobe.

Normalerweise ist die Domplatte für Fahrzeuge gesperrt. Wegen des Anlieferverkehrs seien zu der Zeit aber die "Anti-Terror-Poller" heruntergefahren gewesen. Als die Spürhunde nichts fanden, konnte Entwarnung gegeben werden: Nach gut drei Stunden öffnete die Kathedrale wieder für Besucher. Mehrere Dutzend warteten bereits und strömten gegen 11.30 Uhr in den Dom.

Dompropst Gerd Bachner bedauerte die Unannehmlichkeiten, die durch die Räumung für die Gottesdienst- und Dombesucher entstanden seien. Die Sicherheit der Besucher habe aber absolute Priorität.

Der 26-Jährige sagte der Polizei, er habe den Dom lediglich besuchen wollen. Gegen Mittag durfte er die Polizeiwache verlassen. Der Mann sei der Polizei bislang nicht aufgefallen. Der Transporter sei leer gewesen, es sei nichts Verdächtiges darin entdeckt worden. Einen gültigen Führerschein besitze der 26-Jährige allerdings nicht. Deswegen werde nun wegen Fahrens ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss gegen ihn ermittelt.

Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund seien nicht gefunden worden. In Köln war in der vergangenen Woche ein Tunesier festgenommen worden, der versucht haben soll, mit dem sehr starken Gift Rizin einen islamistischen Anschlag zu begehen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Motorradfahrer (18) bleibt nach Sturz unter Opel stecken - schrecklicher Anblick für Ersthelfer
Ein Bild des Schreckens bot sich den Ersthelfern nach einem schrecklichen Unfall. Ein Motorradfahrer rutschte in einer Kurve weg und prallte frontal gegen einen …
Motorradfahrer (18) bleibt nach Sturz unter Opel stecken - schrecklicher Anblick für Ersthelfer
Tödlicher Aufprall auf Bundesstraße: Kia kracht in Lkw - Beifahrerin tot
Es war ein Bild des Schreckens, das sich den Ersthelfern und Rettungskräften nach einem Unfall bot. Bei einem Frontal-Crash mit einem Lkw wurde ein Kia völlig zerstört, …
Tödlicher Aufprall auf Bundesstraße: Kia kracht in Lkw - Beifahrerin tot
Brutale Attacke auf 18-Jährigen - Polizei zeigt skurrile Comic-Zeichnung von Messer-Mann
Nach einem Gewaltverbrechen fahndet die Polizei Bremerhaven mit einem skurrilen Phantombild im Comic-Stil. Der Täter soll einen Jungen mit dem Messer attackiert haben.
Brutale Attacke auf 18-Jährigen - Polizei zeigt skurrile Comic-Zeichnung von Messer-Mann
Evakuierung in Hamburg: Bombe im Schanzenviertel wurde entschärft 
In Hamburg wurde eine Fliegerbombe gefunden. Die Polizei evakuierte die Sternschanze. Bei der Entschärfung der Bombe musste mit einer Detonation gerechnet werden. Die …
Evakuierung in Hamburg: Bombe im Schanzenviertel wurde entschärft 

Kommentare