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Ein Bundespolizst zeigt den Koffer, der am Morgen für eine Sperrung sämtlicher Bahnsteige und Gleise des Düsseldorfer Hauptbahnhofs gesorgt hatte.

Koffer löst Bahnchaos aus - Harte Strafe für Besitzer

Düsseldorf - Ein herrenloser Koffer löste am Düsseldorfer Hauptbahnhof Großalarm aus. Eine Bombe war nicht im Koffer. Dennoch muss der Besitzer mit einer empfindlichen Strafe rechnen.

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Bahnhof wegen verdächtigen Koffers evakuiert

Weil ein Sperrmüllsammler seine “Schätze“ in einem Koffer auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof deponiert hatte, ist am Dienstag im Rheinland der Bahnverkehr zusammengebrochen. Aus Angst vor einen Terroranschlag sperrte die Bundespolizei den gesamten Bahnhof und die Hauptstrecke der Bahn zwischen dem Ruhrgebiet und Köln. Erst als ein Spezialkommando das Gepäckstück öffnete, gab es Entwarnung: In dem Koffer befanden sich eine Bratpfanne, Schuhe, ein Nähkästchen und anderer Sperrmüll.

Der Besitzer, ein 39-jähriger Sammler aus Polen, meldete sich kurze Zeit später. Auf ihn könnte nun eine empfindliche Schadenersatzforderung der Bahn zukommen: Wegen der Sperrung mussten Zehntausende Reisende Verspätungen in Kauf nehmen, 177 Züge verzögerten sich oder fielen aus, berichtete die Bundespolizei.

Der Triebfahrzeugführer einer S-Bahn und mehrere Reisende hatten den herrenlosen Koffer am frühen Morgen auf einem Bahnsteig entdeckt und die Polizei alarmiert. Videoaufnahmen zeigten einen Mann, der den Koffer wenige Minuten zuvor nahe einem Aufzug abstellte und sich dann eilig entfernte. Die Bundespolizei löste Alarm aus, ein Spezialkommando öffnete gegen 9.00 Uhr den Koffer. Eine Stunde später tauchte der Besitzer auf - und wurde festgenommen.

Der Pole spricht den Angaben zufolge kaum deutsch, ist erst seit 14 Tagen und ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Die Bundespolizei bezeichnete die Angaben des Mannes als “absolut glaubhaft“; er sei ein “leidenschaftlicher Sperrmüllsammler“. Von der Terrorwarnung der Bundesregierung hatte er offensichtlich nichts mitbekommen.

dpa

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