Koka-Bauern peitschen Polizisten aus

La Paz - Bolivianische Polizisten wollten eine Koka-Plantage vernichten. Doch die Bauern hatten etwas dagegen - und schlagkräftige Argumente.

Sie wollten Koka-Pflanzen vernichten - doch das bezahlten vier Mitglieder der Antidrogen-Polizei mit Peitschen-Hieben. Angegriffen wurden sie von den Koka-Bauern. Das erklärte am Dienstag der Vizeminister für Soziale Sicherheit, Felipe Cáceres.

Die Bauern begründeten ihre Aktion damit, die Polizisten hätten ohne Vorankündigung gehandelt, berichtete die Zeitung El Deber. Innenminister Carlos Romero kündigte Maßnahmen gegen die Angreifer an. Der Vorfall geschah in der Ortschaft La Asunta, 120 Kilometer nördlich von La Paz.

In Bolivien sind 12.000 Hektar Koka-Plantagen erlaubt. Mit den Blättern, die traditionell gekaut werden, wird der lokale Markt beliefert. Die Vereinten Nationen schätzen aber, dass die Anbaufläche mit 30 500 Hektar weit größer ist und die Plantagen oftmals der Herstellung von Kokain dienen. Bolivien gehört mit Peru und Kolumbien zu den größten Kokainproduzenten der Welt.

dpa

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