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Zöllner hatten das Kokain am Düsseldorfer Flughafen in den Batterien des Elektro-Rollstuhls entdeckt. Foto: Zoll Essen/Archiv

Düsseldorfer Flughafen

Kokain im Rollstuhl - Angeklagtem droht lange Haft

Der Reisende kam aus der Karibik und landete in Düsseldorf. Dort nahmen Zöllner seinen Rollstuhl ins Visier und wurden fündig. Statt nach Hause ging es ins Gefängnis.

Düsseldorf (dpa) - Einem Reisenden, der in seinem elektrischen Rollstuhl 11,2 Kilo Kokain nach Deutschland geschmuggelt haben soll, droht eine langjährige Haftstrafe.

"Aus meiner Sicht ist die Beweislage erdrückend", sagte Richterin Birgit Maiworm beim Prozessauftakt in Düsseldorf. Ohne rasches Geständnis müsse der 57-Jährige mit mindestens acht Jahren Haft rechnen, sagte Staatsanwältin Kira Proyer. Die entdeckte Menge sei für einen Drogenkurier ungewöhnlich groß.

Eindringlich rieten Richterin und Staatsanwältin dem Angeklagten auszupacken. Dennoch schwieg der Mann. Ihm werden Drogenschmuggel und Beihilfe zum Drogenhandel vorgeworfen. Sein Anwalt stellte für den nächsten Verhandlungstag eine Aussage in Aussicht.

Zöllner hatten das Kokain am Düsseldorfer Flughafen in den Batterien des Elektro-Rollstuhls entdeckt. In einer früheren Aussage hatte der Angeklagte erklärt, er habe den Rollstuhl auf der Karibik-Insel Curaçao wegen eines Kupplungsdefekts in Reparatur gegeben. Das Kokain müsse ihm dabei ohne sein Wissen in die Batterien eingebaut worden sein.

Die Ermittler stießen auf Textnachrichten, aus denen sie schlossen, dass der Angeklagte von den Drogen wusste. Seit seiner Festnahme im vergangenen Oktober sitzt er in Untersuchungshaft. Zum Prozessbeginn erschien er ohne Rollstuhl - gestützt auf eine Krücke. Der Prozess soll am 15. März fortgesetzt werden.

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