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Unfall auf der Elbe.

Erste Erkenntnisse

Kollision auf der Elbe: Anschuldigungen gegen Schiffsführer

Hamburg - Nach der Schiffskollision auf der Elbe muss mehr als ein Dutzend Fahrgäste verletzt ins Krankenhaus. Am Tag danach haben die Ermittler erste Erkenntnisse zum Unfallgeschehen.

Nach dem Zusammenstoß im Hamburger Hafen mit zahlreichen Verletzten werfen die Ermittler beiden Schiffsführern Fehler vor. Der 51 Jahre alter Lenker des Ausflugsboots steht im Verdacht, am Dienstag die Vorfahrt missachtet zu haben, teilte die Hamburger Polizei am Mittwoch nach Erkenntnissen aus ausgewerteten Radarbildern mit. Der 43 Jahre alte Schlepperführer soll beim Überholen eines anderen Schiffes die Sorgfaltspflichten nicht beachtet haben. Daher müsse beiden Männern vorgeworfen werden, für den Unfall verantwortlich zu sein. Technische Defekte an beiden Fahrzeugen hatten die Ermittler bereits ausgeschlossen.

Nach aktuellen Erkenntnissen kam die Rundfahrtbarkasse „Irma 2“ mit 36 Rentnern an Bord von den Landungsbrücken und kollidierte elbabwärts in Höhe eines Werftdocks mit dem Schlepper „Jörn“. Dieser kam aus einem Hafenarm und fuhr in Gegenrichtung elbaufwärts. In der Regel gilt auf der Elbe wie im Straßenverkehr ein Rechtsfahrgebot.

Nach aktualisierten Zahlen der Polizei wurden von den 36 Ausflüglern 25 verletzt, 13 kamen ins Krankenhaus. Auch der Barkassenführer musste nach Angaben der Feuerwehr verletzt in eine Klinik gebracht werden. Sie hatte zunächst von sechs Schwerverletzten gesprochen und war von mehr als 36 Menschen an Bord ausgegangen. Die Verletzten trugen unter anderem Gesichtsverletzungen, Gehirnerschütterungen, Schürfwunden und Prellungen davon.

An beiden Schiffen entstand nach Polizeiangaben beträchtlicher Schaden, sie waren jedoch noch schwimmfähig. Nach der Kollision war das Ausflugsschiff von dem Schlepper an einen Anleger in St. Pauli gezogen worden, wo die Ausflügler von Notärzten und Rettungskräften versorgt wurden. Die „Irma 2“ wurde von einer anderen Barkasse in eine Werft geschleppt. Die „Jörn“ konnte selbstständig zum Liegeplatz im Hansa-Hafen fahren.

dpa

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