Nach Feuerwehreinsatz: Sperrung bei S7 und S20 aufgehoben

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Merkur-Redakteur Alexander Weber

Lebenslang für die Angeklagten

Kommentar: Mörderisches Autorennen in Berlin

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Die Richter in Berlin haben mit ihrem Urteil gegen zwei Raser in Berlin ein Zeichen gesetzt. Der Strafkatalog für PS-Muskelspiele muss verschärft werden, meint Merkur-Redakteur Alexander Weber.

Es gibt genügend abgesperrte Rennstrecken in Deutschland, in denen Möchtegern-Rennfahrer für wenig Geld ihrer Leidenschaft frönen und ihren Adrenalin-Spiegel abbauen können, ohne Normalbürger in Gefahr zu bringen. Wer aber glaubt, inmitten einer Millionenmetropole wie Berlin ein Autorennen mit Tempo 160 auf öffentlichen Straßen austragen zu können, sprengt jeden Rahmen „normaler“ Verkehrsgefährdung: Er nimmt bewusst den Tod Unschuldiger in Kauf. Erstmals hat ein Gericht die tödlich geendete Wahnsinns-Mode als das bewertet, was sie ist: Mord.

Bisherige Milde ist unverständlich

Die bisherige Milde des Gesetzgebers bei allgemeingefährlichen Privat-Rennen ist absolut unverständlich: Die Teilnahme gilt als Ordnungswidrigkeit, die mit einem lächerlichen Bußgeld von 400 Euro und einem Monat Fahrverbot belegt wird. Man bedenke: Als Ordnungswidrigkeit gilt auch, wenn man unbeabsichtigt eine rote Ampel überfährt – ohne Unfall oder Gefährdung anderer. Immerhin: Der Bundesrat hat im letzten Herbst beschlossen, das Strafmaß für Renn-Raser deutlich zu erhöhen. Die Teilnahme an PS-Muskelspielen soll als Straftat eingestuft und je nach Folgen für Unbeteiligte mit Haftstrafen bis zu zehn Jahren geahndet werden. Das wäre das Mindeste. Höchste Zeit, dass der Bundestag ein Gesetz im Sinne der Berliner Richter verabschiedet.

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