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Bislang tappen die Ermittler bei der Suche nach dem Motiv für den Dreifachmord in Sachsen-Anhalt im Dunkeln.

Kommt Licht ins Dunkel des Dreifachmordes?

Genthin - Es ist die Frage nach dem Warum, die von den Ermittlern schnell beantwortet werden muss. Bislang tappen sie bei der Suche nach dem Motiv für den Dreifachmord in Sachsen-Anhalt im Dunkeln.

Waren die beiden Männer und die Frau Zufallsopfer? War die Tat geplant oder eine Kurzschlusshandlung nach einem Streit? Nach dem Dreifachmord in Sachsen-Anhalt herrscht Rätselraten über das Motiv des mutmaßlichen Täters. “Für uns ist es momentan das Wichtigste, klare Bilder zum Tatablauf zu bekommen, um das Geschehen rekonstruieren zu können“, sagt Stefan Brodtrück, Sprecher der Polizeidirektion in Magdeburg.

Am Donnerstag waren auf einem Schießübungsplatz in Genthin an der Landesgrenze zu Brandenburg eine 44-Jährige, deren 25-jähriger Sohn und der 62-jährige Platzwart erschossen worden. Ein Wachmann hatte die Leichen gefunden und die Polizei alarmiert. Die hatte bald einen 28-Jährigen in Verdacht, der sich am Freitag nach stundenlanger Flucht in einem rund 75 Kilometer entfernten Waldstück mit einem Kopfschuss selbst tötete.

Über die Identität und ein mögliches Motiv des mutmaßlichen Täters sagen die Ermittler ebenso wenig wie über den möglichen Tatablauf. “Wir ermitteln mit Hochdruck, Details bekommen sie von mir dazu keine. Auch nicht über den mutmaßlichen Täter“, sagt Staatsanwalt Thomas Kramer und verweist auf die laufenden Ermittlungen.

Noch ist nicht einmal geklärt, ob der 28-Jährige und die Opfer auf dem Schießplatz durch dieselbe Waffe starben. Ein ballistisches Gutachten dazu soll erst Ende der Woche fertig sein. In Halle obduzieren Gerichtsmediziner die vier Leichen. “Ich gehe davon aus, dass die Ergebnisse am Dienstag vorliegen“, sagt Kramer. Derweil konzentrieren sich die Ermittler darauf, Licht ins Dunkel des Verbrechens zu bringen. Sie befragen weiter Zeugen, weil immer noch nicht feststeht, in welchem Verhältnis der mutmaßliche Täter und die Opfer zueinander standen.

Gab es überhaupt Verbindungen? Oder ist ihr Tod eine Verkettung unglücklicher Umstände? Vielleicht sogar ein missglückter Einbruch? Verschiedene Medien berichteten, der mutmaßliche Täter habe in einem Wohnheim für verhaltensauffällige Menschen gelebt. Er soll Medikamente genommen haben und begeisterter Sportschütze gewesen sein. Angeblich könnte er zumindest den 25-Jährigen von gemeinsamen Aktivitäten in einem Jagd- oder Schützenverein gekannt haben. Kein Kommentar, heißt es von der Staatsanwaltschaft dazu.

Von Sabrina Gorges, dpa

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