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Wie eine Puppenstube steht ein Haus in Chemnitz nach dem Einsturz einer Aunßenmauer da.

Komplette Hauswand eingestürzt

Chemnitz - Schrecken in der Nacht: Fast die komplette Außenwand eines Mehrfamilienhauses in Chemnitz ist in der Nacht zum Samstag abgerutscht.

Die Wohnräume lagen danach wie in einer Puppenstube frei. Die Bewohner blieben unverletzt, berichtete die Polizei. Die Stadt brachte die drei Mieter nachts erst in einem Hotel unter, danach fanden sie Unterschlupf bei Bekannten. Möglicherweise waren Arbeiten zur Trockenlegung an dem Abrutsch schuld.

Wie es zu dem Teileinsturz kurz nach Mitternacht kommen konnte, war zunächst unklar. Am Freitag habe es an dem Haus Bau- und Schachtarbeiten wahrscheinlich zur Trockenlegung der Fassade gegeben, sagte die Sprecherin der Stadt Chemnitz, Katja Uhlemann. Danach seien Risse in der Hauswand bemerkt worden.

Die Bewohner konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, bevor die Wand wegbrach. Auch die Mieter eines Nachbarhauses mussten in der Nacht vorsorglich ihre Wohnungen verlassen, konnten aber am Samstag zurückkehren. Der Fußweg vor dem weiß getünchten, dreistöckigen Altbau wurde abgesperrt, ebenso ein Teil der Straße. Wie es mit dem Haus weitergeht, war am Samstag offen.

“Erstmal ging es um die Sicherung der Menschen, dann um die Sicherung des Hauses, und jetzt müssen wir weitersehen“, sagte Uhlemann. Baustatiker seien vor Ort und prüften das lädierte Haus. Schaulustige versammelten sich am Unglücksort und starrten auf die aufgerissenen Wohnstuben, in denen Möbel, Kissen und eine Trockenhaube direkt an der Abbruchkante standen.

dpa

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