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"Eisenbahn-Reiner" hat sein Spielzeug wieder.

Obdachloser bekommt Spielzeug zurück

Nach Wirbel um "Eisenbahn Reiner": Kompromiss gefunden

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Frankfurt/Main - Die beschlagnahmte Spielzeug-Eisenbahn eines Obdachlosen löste einen Aufschrei in Deutschland aus. Jetzt besteht wieder Hoffnung für Reiner, denn die Stadt lenkt anscheinend ein.

Das Drama um den Obdachlosen Reiner Schaad könnte am Ende doch gut ausgehen. Die Stadt Frankfurt lenkte am Mittwoch ein und gab dem als "Eisenbahn Reiner" in ganz Deutschland bekannt gewordenen Mann die zuvor beschlagnahmte Spielzeug-Eisenbahn wieder zurück. Wo er diese dann letztendlich aufbauen wird, ist jedoch noch unklar.

Eisenbahn wurde wohl zu groß

Der Obdachlose 45-Jährige hatte auf seinem Stammplatz in der Frankfurter Liebfrauenstraße stets eine zusammengesammelte Spielzeug-Eisenbahn vor sich aufgebaut. Diese sorgte für ein Grinsen bei den Passanten und wohl auch den ein oder anderen Extra-Euro. Während das Spielzeug zunächst über mehrere Jahre geduldet worden war, beschlagnahmten Beamte des Frankfurter Ordnungsamtes die Eisenbahn kürzlich. Grund: Reiner fehle eine offizielle Sondernutzungserlaubnis, um auf der öffentlichen Fläche sein Sammelsurium aufzubauen. 

Nach Aussagen des Ordnungsamtes war die Spielzeug-Welt zuletzt knapp acht Quadratmeter groß geworden und es waren Beschwerden eingegangen. Einen Antrag auf Sondererlaubnis (Kosten: 15 Euro) hatte Reiner auch nach mehrfachen Hinweisen der Ordnungshüter nicht gestellt.

Ein Aufschrei geht durch Deutschland

Nachdem ein Freund des Obdachlosen auf seiner Facebook-Seite über das beschlagnahmte Spielzeug berichtet hatte, ging die Geschichte im Netz viral. Es bildeten sich Facebook-Gruppen, die Reiner helfen wollten und auch die Medien rissen sich zuletzt um ein Interview mit dem 45-Jährigen. Selbst das Frankfurter Amt für Straßenbau- und Erschließung, die die fehlende Sondernutzungserlaubnis bei vorliegendem Antrag ausstellen könnte, kritisierte die Beschlagnahmung durch das Ordnungsamt und forderte zuletzt, die Spielsachen zurückzugeben.

Die Stadt lenkt ein

Jetzt ist der öffentliche Druck wohl zu groß geworden, denn das Ordnungsamt lenkte ein. Nach Informationen der Frankfurter Neuen Presse hat Reiner seine Eisenbahn am Mittwochnachmittag von Frankfurter Stadtpolizisten zurück erhalten. An seinem bisherigen Platz in der Liebfrauenstraße dürfe er seine Spielzeug-Welt immer noch nicht aufbauen, da weiterhin die Sondernutzungserlaubnis fehle. Stattdessen könne er aber vor der Frankfurter Kleinmarkthalle Posten beziehen. Der Frankfurter Ordnungsdezernent Markus Frank versucht so wohl eine schnelle Lösung für das Problem zu finden. 

Der Platz vor der Markthalle ist keine öffentliche Fläche, sondern wird der Managementgesellschaft für Hafen und Markt zugerechnet. Frank ist aber glücklicherweise auch Hafendezernent und kann Reiner den Aufbau seiner Eisenbahn hier einfach erlauben, ganz ohne Sondernutzungserlaubnis des Straßenbauamtes.

"Eisenbahn-Reiner" selbst ist von der Idee allerdings wohl weniger angetan. Der Frankfurter Neuen Presse sagte er: „Was soll ich vor der Kleinmarkthalle? In der Liebfrauenstraße habe ich Stammkunden.“ 

Ganz ausgestanden ist die Geschichte also wohl noch nicht.

rs

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