Nach Protest

Schule darf Lehrerinnen nicht zwangsverhüllen

Derby - Kopftuchpflicht für Lehrerinnen und Erste-Reihe-Verbot für Mädchen sahen die Regeln an der Al-Madinah-Schule im englischen Derby vor. Jetzt müssen die Vorschriften geändert werden.

Die muslimische Al-Madinah-Schule im englischen Derby lockert laut Medienberichten die Verhüllungspflicht für Lehrerinnen. Künftig sei es den weiblichen Angestellten freigestellt, ob sie während der Arbeit ein Kopftuch tragen möchten oder nicht, zitierte die britische Tageszeitung Daily Telegraph den Schulbeirat. Man wolle alle Mitarbeiter fair und gleich behandeln.

Die Lehranstalt war Anfang Oktober nach Protesten gegen eine Benachteiligung von Lehrerinnen und Schülerinnen von der Schulaufsichtsbehörde geschlossen worden. Darüber hinaus wies die Behörde die Einrichtung an, bis 15. Oktober grundlegende Änderungen der Schulregeln vorzunehmen. Bildungsminister John Nash hatte kritisiert, dass die Schulführung gegen ihr Gründungsabkommen verstoße. So seien weder die Sicherheit der Kinder noch ein gutes Bildungsniveau gewährleistet. Auch müssten Mädchen in den hinteren Reihen sitzen. Lehrerinnen seien gezwungen, sich mit Ausnahme von Händen, Gesicht und Füßen zu verhüllen.

Die vor gut einem Jahr gegründete Al-Madinah-Schule hat rund 200 Schüler im Alter zwischen vier und 16 Jahren. Wegen Beschwerden über eine unangemessene Behandlung von Schülerinnen stand die Einrichtung bereits seit längeem im Fokus der Aufsichtsbehörden.

KNA

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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