+
Tropische Fische schwimmen am Rand eines von Korallenbleiche betroffenen Areals. Foto: Dan Peled

Korallenbleiche

Ökodesaster am Great Barrier Reef schreckt Touristen ab

Sydney (dpa) - Die Korallenbleiche im berühmten Great Barrier Reef vor Australien wird nach einer neuen Studie auch den Tourismus massiv beeinträchtigen. Die Umweltorganisation Climate Council warnte davor, dass künftig bis zu eine Million Urlauber pro Jahr fernbleiben.

Auf diese Weise entgingen der Region Einnahmen von einer Milliarde australischen Dollar (mehr als 700 Millionen Euro).

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Welt und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des australischen Kontinents. Viele Urlauber buchen Ausflugstouren hinaus zu den Korallenstöcken. Aktuell leidet es bereits das zweite Jahr in Folge an einer Korallenbleiche.

Kürzlich veröffentlichte Aufnahmen aus der Luft zeigen, dass die Korallenstöcke auf einer Länge von insgesamt 1500 Kilometern ausgebleicht sind - also zwei Drittel des gesamten Riffs. Befürchtet wird, dass große Teile davon ganz absterben.

"Im Lauf der nächsten zwei bis drei Jahrzehnte werden solche Bleichen wahrscheinlich noch schlimmer und noch häufiger", heißt es in der Studie. "Auf die Gesundheit des Riffs und die Wirtschaft hätte das katastrophale Auswirkungen." Als einer der Gründe für die Korallenbleiche wird vermutet, dass die Wassertemperaturen höher liegen als früher.

Korallen sind Nesseltiere, die mit Algen in einer Gemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen leben. Bei hohen Temperaturen werden die Algen giftig, die Korallen stoßen sie ab und verlieren ihre Farbe.

Studie des Climate Council

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rundfunkbeitrag in Zw.-W.: Länder für Einzelfallprüfung
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass der Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro pro Wohnung und Monat grundsätzlich für verfassungsgemäß erklärt. Menschen mit …
Rundfunkbeitrag in Zw.-W.: Länder für Einzelfallprüfung
Supersträhnen in Wissenschaft und Kunst
Wien (dpa) - Die bedeutendsten Werke und die wichtigsten Forschungsergebnisse entstehen meist während einer Supersträhne. Eine Forschungsgruppe um Dashun Wang von der …
Supersträhnen in Wissenschaft und Kunst
Leiche im Main identifiziert: Polizei vor Rätsel um 16-jährigen Toten
Leiche im Main identifiziert: Polizei Frankfurt vor Rätsel um 16-jährigen Toten aus Offenbach.
Leiche im Main identifiziert: Polizei vor Rätsel um 16-jährigen Toten
Bislang weniger Mücken als gewöhnlich - das das dürfte sich jetzt ändern
Es ist Sommer und ins hell erleuchtete Zimmer fliegt keine Mücke durchs offene Fenster. Das liege am lange Zeit trockenen Wetter dieses Sommers, sagen Forscher. Aber das …
Bislang weniger Mücken als gewöhnlich - das das dürfte sich jetzt ändern

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.