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Gut gebrüllt,Werwolf. Der Horrormärchen-Look ist ein wichtiger Halloween-Trend.

Hauptsache kreativ und ausgefallen

Das sind die Kostüm-Trends zu Halloween 2016

München - Halloween steht vor der Tür. Grusel-Fans können sich auf Halloween-Partys in Sachen Kostümen und Schminke so richtig austoben. Hier die wichtigsten Trends.

Die gruseligeDeko für die Halloween-Party steht. Der Kürbis ist bereits ausgehöhlt, künstliche Spinnen und Fledermäuse wurden beim Online-Shop des Vertrauens bestellt, die Süßigkeiten für die Kinder befinden sich in der Vorratskammer und das beste Rezept für die ultimative Monster-Bowle hat man auch schon im Internet recherchiert. Stellt sich nur noch die wichtigste Frage: Welches Halloween-Kostüm soll es in diesem Jahr sein? Die Zeiten, in denen man sich am 31. Oktober einfach als Hexe, Geist oder kleines Teufelchen verkleidet hat sind längst vorbei.

Ausgefallene Kostüme sind auf Halloween-Partys gefragt, weiß Pressesprecherin Anett van Buer vom Berliner Masken-Unternehmen Maskworld. Das Motto für Halloween 2016 lautet: Desto kreativer, desto besser

Halloween-Kostüm-Trend 2016: "Dia de los Muertos"

Besonders beliebt ist bei den Halloween-Damen in diesem Jahr der "Dia le los Muertos"-Look, was aus dem spanischem übersetzt so viel heißt wie "Tag der Toten." Dieser besondere Feiertag ist den Gestorbenen gewidmet. Das mexikanische Pendant zum katholischen Feiertag Allerheiligen oder eben zu Halloween. Die Toten werden in Südamerika allerdings nicht nur einen - sondern drei Tage lang ausgiebig gefeiert. Dabei kann es in Mexiko richtig wild zugehen. Der Saga zufolge besuchen die Verstorbenen in dieser Zeit ihre Verwandten, um mit ihnen mit Musik und gutem Essen ausgiebig zu feiern. In Mexiko ist es einer der wichtigsten Feiertage des ganzen Jahres. Im ganzen Land findet man "Calaveras de Duce" - Totenschädel aus Gips, Pappmaché oder Zuckerguss. Ebenso festlich und ausgefallen wie es die mexikanische Tradition verlangt, sollte auch das Halloween-Kostüm aussehen. Auffälliges Make-up, hübsch verzierte Sugar-Skull-Totenkopfmasken, Skelett-Outfits und Blumenkränze runden das "Dia de los Muertos"- Kostüm perfekt ab. Für die Kleidung kann man sich entweder ein Kostüm ausleihen, oder aus Röcken und farbenfrohen Tüchern selbst ein Outfit zusammenstellen. Schminktechnisch darf es beim "Dia de los Muertos"-Look gerne farbenfroh und fantasievoll sein. Dann kommt der Kontrast zu der Maske noch deutlicher zur Geltung: Das Gesicht verwandelt sich nämlich in einen bunt verzierten Totenkopf. Dafür muss der Teint mit weißer Farbe grundiert sein, die Augen sind mit schwarzer Farbe umrandet. So dass sie aussehen wie dunkle Höhlen. Den Mund so zu schminken, als wären die Lippen zugenäht, bewirkt einen besonders gruselig, morbiden Effekt. Ornamente, Verzierungen und Symbole aller Art sind ebenfalls erlaubt. Die Haare sind zu einer kunstvoll, lockeren Hochsteckfrisur hinaufdrapiert. Blumen im Haar machen dieses exotische Halloween-Kostüm perfekt.  Anleitungen für den Dia de los Muertos-Look gibt es auf www.maskworld.com.

Halloween-Kostüm-Trend 2016: Steampunk

Vor diesem vermeintlichen Gentlemen sollte man sich auf Halloween-Partys in Acht nehmen:  Es handelt sich um einen weiteren - bisher noch recht unbekannten - Halloween-Kostüm-Trend. Den ausgefallenen "Steampunk"-Look. Dieser erfordert vor allem viel Liebe zum Detail und eine gehörige Portion an Fantasie. "Viktorianische Mode des 19. Jahrhunderts wird dabei raffiniert mit futuristischen Elementen kombiniert", sagt van Buer. Die typischen Accessoires für dieses ausgefallene Halloween-Kostüm sind Zylinder und Fliegerbrillen. Beliebig werden diese mit Mechanik-Teilen wie zum Beispiel kleinen Zahnrädern (die auf der Haut angebracht werden) oder Monokeln und alten Taschenuhren kombiniert. Das verleiht dieser Retro-Figur das besondere Etwas. Die vielen unterschiedlichen Elemente ergeben einen individuellen "Retro-Industrial-Style". Der Fantasie ist bei der Umsetzung des Kostüms keine Grenzen gesetzt. Wer das Kostüm noch mit einer gehörigen Portion Grusel versehen möchte, hat freie Hand. Der Look ist auch mit anderen Grusel-Figuren aus der Märchen- oder Fantasywelt wunderbar kombinierbar. Werwölfe, Monster, Zombies, Untote und Blutsauger stehen als Beispiele zur Auswahl. Besonders beliebt ist zum Beispiel das "Steampunk-Vampir-Mash-up" mit silbernen Eckzähnen und Blutspuren. Um dieser eleganten und weltgewannten Halloween-Figur mittels Make-up einen unheimlichen Ausdruck zu verleihen, eignen sich besonders gut farbige Kontaktlinsen, Latexmilch und Kunstblut. Auch hier empfiehlt es sich, das Gesicht und den Hals zuerst mit weißer Schminke zu grundieren. Wunden, Metallelemente oder sonstige Symbole können nach dem eigenen Geschmack aufgetragen werden. Ausführliche  Anleitungen für den Steampunk-Look gibt es auf www.maskworld.com.

Halloween-Kostüm-Trend 2016: Horrormärchen

Der Walt Disney Fantasy-Film "Maleficent", der das Märchen "Dornröschen" von den Gebrüdern Grimm thematisch aufgreift, war nicht nur ein Knaller an den Kino-Kassen, er setzt auch maßgebliche Trends für die Halloween-Saison 2016. Absolut im Kommen sind märchenhafte Figuren mit dem ultimativen Gruselfaktor, sagt Anett van Buer. Ganz nach dem Motto: "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann spätestens zu Halloween...". Dabei muss es bei der Wahl für das Kostüm nicht immer die hinterlistige Hexe, der gierige Wolf oder die böse Stiefmutter sein. Besonders reizvoll ist es, gute Charaktäre mit dem Kostüm böse zu interpretieren. Somit wirken sie noch unheimlicher - also genau so, wie es zu Halloween sein sollte. "Die Horrorfizierung von guten Märchenfiguren sind aktuell der absolute Renner", sagt van Buer. Statt der hübschen "Alice im Wunderland" kommt ihre entstellte, böse und hinterlistige Schwester "Alice im Horrorland" zur Halloween-Party. Auch das liebe Rotkäppchen ist längst nicht mehr so brav, naiv und unschuldig wie in den Grimm-Märchen. Als gruselige Zombie-Version feiert sie in diesem Jahr Halloween gemeinsam mit dem bösen Wolf. Dabei hat sie auch noch richtig Spaß. Bei Figuren wie Rotkäppchen oder Dornröschen ist es besonders schön, die eine Gesichtshälfte "hübsch" zu schminken und die andere "zerstört". Dieser Grusel-Effekt sorgt für Überraschungen. Auch der Hipster-Werwolf ist heuer auf Halloween-Partys ein gern gesehener Gast. Ideal für Hipsters, die sich ohnehin schon einen Bart stehen lassen. Mit Holzfällerhemd, Latexohren, Wolfsklauen und Tattooärmeln montiert man zum trendigen Großstadt-Werwolf. Eine gruselige Märchen-Figur also auf cool interpretiert. Ausführliche Anleitungen für den Horrormärchen-Look gibt es auf www.maskworld.com.

Der Fantasie für das richtige Halloween-Kostüm sind also keine Grenzen gesetzt. Inspirationen für das richtige Outfit kann man sich in den unterschiedlichsten Medien holen. Fantasy-Filme, Schauer-Romane, Märchen liefern ideale Vorlagen. Auch Online-Shops oder Blogs liefern jede Menge Ideen und Vorschläge. Gruppen-Verkleidungen mit Freunden  - zum Beispiel als Zombie-Gruppe oder die bösen sieben Zwerge - liegen besonders im Trend. Neben dem Grusel-Effekt ist es ratsam, sein Kostüm auch dem Anlass entsprechend auszuwählen. Zieht man mit seinen Kindern um die Häuser und geht auf "Trick or Treat"-Tour, sollte die Kleidung vor allem warm, bequem und kuschelig sein, "damit man keine Jacke über dem Kostüm tragen muss." Bei einer ausgelassenen Halloween-Party im Club sollten auch die Accessoires passen. Auch hier gilt das Motto: Bequemer ist besser. Denn "den ganzen Abend lang eine Plastik-Kreissäge zum Tanzen zu tragen, macht nicht so viel Spaß", sagt van Buer. Besser sindpraktische und kleinere Accessoires wie Handschuhe, Strumpfhosen oder Taschen, Katzenohren-Haarreifen und T-Shirts mit Grusel-, Totenkopf- und Skelettprints. Diese "pimpen nicht nur den Halloween-Look auf, sondern eignen sich auch als Kleidungsstücke für den Alltag".

Damit man nicht noch kurz vor der Halloween-Party in Schwitzen gerät, empfiehlt die Pressesprecherin, sich schon vorher genau darüber Gedanken zu machen, mit welchem Kostüm man auf der Feier punkten möchte. Die genaue Umsetzung sollte man zuvor beim Probe-Schminken testen. "Dann weiß man auch wie lange man für das Make-up braucht. Schließlich will niemand am Halloween-Abend in Stress verfallen." Zirka ein bis zwei Stunden sollte man sich Zeit nehmen, damit der gewünschte Look gut gelingt. Um blutige Effekte wie Wundschorf oder Kratzer zu schminken, benötigt man zum Beispiel Latexmilch. "Durch seine festere Konsistenz kann man tolle 3D-Effekte von verkrustetem Blut erzeugen". Mit der Anwendung auf der Haut sollte man ebenfalls vorher experimentieren oder sich im Internet darüber informieren. Auch farbige Kontaktlinsen eignen sich "für einen schnellen und gruseligen Effekt". An Halloween 2016 darf man sich also in Sachen Schminke so richtig austoben. No-Gos gibt es quasi nicht. Die Pressesprecherin betont: "Egal für welches Kostüm und Make-up man sich entscheidet, wichtig ist, dass man sich in dem Outfit wohl fühlt und zu Halloween viel Spaß hat."

Übrigens: Das Fernsehprogramm für Halloween bietet auch heuer wieder jede Menge Horror-Filme und gruselige Specials: Wir zeigen das TV-Programm vor und an Halloween 2016.

Welche Streiche zu Halloween übrigens strafbar sind und wie die Rechtslage aussieht, können Sie hier nachlesen.

maw

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