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Retter kümmern sich um einen Mann, der bei dem Erdbeben in Pakistan verletzt wurde.

Fels erschlägt Mann

Kräftiges Erdbeben erschüttert Pakistan und Nachbarländer

Islamabad - Ein starkes Erdbeben hat am Sonntag viele Menschen in Pakistan, Afghanistan und Indien aufgeschreckt und mindestens einen Menschen das Leben gekostet.

Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 6,6 lag in rund 210 Kilometern Tiefe im Nordosten Afghanistans, wie die US-Erdbebenwarte (USGS) mitteilte. In Pakistan wurde ein Mensch durch herabstürzende Felsen getötet.

Das Unglück ereignete sich in Chilas in der nordpakistanischen Region Gilgit-Baltistan. Herabstürzende Felsen hätten einen Mann erschlagen, sagte ein Behördenvertreter der Nachrichtenagentur AFP.

In der nordwestpakistanischen Großstadt Peshawar wurden nach Angaben der Behörden 28 Menschen ins Krankenhaus gebracht und nach Erster Hilfe wieder entlassen. Ein Vertreter der Katastrophenschutzbehörde in Peshawar sagte, es gebe zudem Berichte über zwölf Verletzte in Swat, Brunair und den oberen Bezirken von Dir.

Der stellvertretende Leiter der afghanischen Katastrophenschutzbehörde, Aslam Sajas, sagte, in Afghanistan habe es nach vorläufigen Erkenntnissen keine Opfer gegeben.

Metroverkehr wegen Erdbeben unterbrochen

Die Ausläufer des Bebens waren in den Hauptstädten Kabul, Islamabad und Neu-Delhi zu spüren. In der indischen Hauptstadt wurde zeitweise der Metroverkehr unterbrochen. In der Bergregion Kaschmir verließen besorgte Menschen ihre Häuser. "Die Leute sind auf der Straße und wissen nicht, ob sie in ihre Häuser zurückkönnen", berichtete ein AFP-Reporter aus Srinagar in Kaschmir.

In der Region sind Erdbeben sehr häufig. Im Oktober hatte ein Beben mit der Stärke 7,5 Afghanistan und Pakistan erschüttert. Dabei starben rund 400 Menschen, zahlreiche Gebäude stürzten ein.

afp

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