Krailling: Verdächtiger bestreitet Doppelmord

München/Krailling - Die Beweislast ist erdrückend, und Thomas S. ist bislang der einzige Verdächtige im Doppelmord von Krailling. Doch der Familienvater beteuert seine Unschuld.

Der Anwalt des Mannes sagte mehreren Zeitungen, sein Mandant habe ihm versichert, er sei es nicht gewesen. Er habe den 50-jährigen Postboten als angenehmen Menschen erlebt, dessen ganze Sorge seinen vier Kindern und seiner Frau gelte. Die Ermittler gehen hingegen davon aus, dass der Onkel von Sharon (11) und Chiara (8) die Kinder getötet hat. Er war am vergangenen Freitag festgenommen worden, nachdem Blut von ihm und damit seine DNA am Tatort gefunden worden war.

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Nach Angaben des Anwalts hatte der Onkel bei einem Besuch in der Wohnung der Mädchen vor etwa zwei Wochen Nasenbluten. Davon stamme das Blut. Der Bayerische Rundfunk hingegen berichtete unter Berufung auf die Ermittler, die Blutspur sei frisch gewesen. Vermutet wird, dass der Mann im Gerangel mit den Mädchen selbst leicht verletzt wurde. Die Münchner Polizei wollte sich nicht zur Frische der Blutspur äußern. Noch immer werden am Tatort Spuren gesichert.

Polizeisprecher Christoph Reichenbach wies auch Berichte zurück, es könnte ein Mittäter im Spiel gewesen sein. “Es wird nach keinem zweiten Täter gesucht.“ Die Polizei ermittele allerdings in alle Richtungen, denn das Motiv sei weiter unklar. Gegenüber den Vernehmungsbeamten macht der Mann keine Angaben mehr. “Er schweigt nach wie vor.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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