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Mehr Mitgefühl für Patienten. das fordert die Kampagne #hellomynameis.

Krebskranke startet Kampagne

"Hallo, ich heiße Kate und nicht Bett Nummer 7"

London - Kate Granger hat Krebs im Endstadium und die Nase voll, im Krankenhaus nur als "Bett Nummer 7" identifiziert zu werden: Deshalb hat die Britin eine Kampagne gegründet.

Die Kampagne der jungen britischen Ärztin Kate Granger ist wichtig. Sie setzt ein Zeichen für mehr Mitgefühl bei der Pflege von Patienten. Über den Erfolg ist Granger selbst erstaunt. Zehntausende Menschen, darunter Bob Geldof und Premierminister David Cameron, unterstützen Grangers Initiative.

Twitter-Kampagne trägt Hashtag #hellomynameis

Unter dem Schlagwort #hellomynameis (Hallo, mein Name ist) setzt sich Granger dafür ein, dass sich das Pflegepersonal vor Beginn seiner Arbeit bei dem Patienten vorstellt. Dass diese einfache Geste der Höflichkeit stets ignoriert werde, habe dazu geführt, "dass ich mich nur als kranker Körper fühlte, nicht mehr als Person", sagte sie am Montag dem Sender BBC. Dabei sei es für den Erfolg einer Therapie auch wichtig, "eine menschliche Bindung aufzubauen, eine therapeutische Beziehung sowie Vertrauen".

Sie hoffe, ihr "Vermächtnis" werde die Rückbesinnung auf eine menschliche Behandlung der Patienten sein, sagte Granger. Bei der 31-Jährigen war im Jahr 2011 während eines Urlaubs in den USA ein Sarkom diagnostiziert werden, ein seltener, bösartiger Tumor, der vom Weichteilgewebe ausgeht. In ihrem jüngsten Blog-Eintrag erklärte sie, dass sie das Jahr wahrscheinlich nicht mehr überleben werde.

Premierminister Cameron unterstützt Initiative

Cameron unterstützte Grangers Initiative am Montag aus seinem Konto beim Kurzbotschaftendienst Twitter. Rund 90 Organisationen des öffentlichen Gesundheitssystems, die mehr als 400.000 Mitarbeiter im Medizinbereich vertreten, erklärten ebenfalls ihre Unterstützung.

AFP

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