+
Das französische Kreuzfahrtschiff "Le Boréal" ist im Südatlantik in der Nähe der Falklandinseln in Seenot geraten.

SOS auf dem Atlantik

Kreuzfahrtschiff in Seenot - Hunderte Passagiere gerettet

Stanley - Ein Kreuzfahrtschiff ist im Südatlantik in der Nähe der Falklandinseln in Seenot geraten. Wie britische Medien berichteten, konnten am Mittwoch alle 347 Passagiere und Besatzungsmitglieder gerettet werden.

Das Luxusschiff "Le Boréal" war am Mittwoch vor den Falklandinseln in Brand geraten, wie die britischen Behörden und die Reederei Ponant am Donnerstag mitteilten. Das Schiff war demnach auf dem Weg zur Insel Südgeorgien, einem britischen Überseegebiet im Südatlantik, als ein Feuer im Maschinenraum ausbrach. Als "Vorsichtsmaßnahme" seien alle Passagiere in Sicherheit gebracht worden, erklärte die Reederei.

Gerettet wurden die 347 Passagiere und Besatzungsmitglieder von der britischen Luftwaffe und Marine. Vier Helikopter retteten 79 Menschen vom Deck des Schiffs und aus zwei Rettungsbooten, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Ein Marineschiff brachte mehr als 200 Menschen aus zwei weiteren Rettungsbooten in Sicherheit. Zusammen mit zivilen Helfern hätten die Soldaten eine "menschliche Tragödie" verhindert, erklärte Verteidigungsminister Michael Fallon. Der Kommandeur der britischen Truppen im Südatlantik, Darren Bone, sprach von einem "äußerst komplexen und gefährlichen Rettungseinsatz unter schwierigen Bedingungen".

Die Geretteten wurden zunächst auf einen britischen Stützpunkt auf den Falklandinseln gebracht, wo sie medizinisch versorgt und mit Kleidung und Essen ausgestattet wurden. Wie die Reederei Ponant mitteilte, wurden die Passagiere anschließend von dem Kreuzfahrtschiff "L'Austral" nach Port Stanley auf den Falklandinseln gebracht, von wo aus sie direkt die Heimreise antreten sollten.

afp/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Camperin vergewaltigt: Angeklagter bestreitet Vorwürfe
Der brutale Überfall auf ein campendes Paar in der Nähe von Bonn sorgte vor einem halben Jahr für Aufsehen. Nun steht der mutmaßliche Vergewaltiger vor Gericht. Er …
Camperin vergewaltigt: Angeklagter bestreitet Vorwürfe
Oktoberfest 2017: „Sichere Wiesn“ - nicht nur verlorene Schlüssel und verpasste Züge
116 Mädchen und Frauen haben sich in der ersten Wiesn-Woche hilfesuchend an eine spezielle Anlaufstelle des Oktoberfestes gewandt - genauso viele wie im vergangenen Jahr.
Oktoberfest 2017: „Sichere Wiesn“ - nicht nur verlorene Schlüssel und verpasste Züge
Todes-Drama auf der A67: Zeugen schildern Geschehnisse anders
Zwei Tage nach dem Geisterfahrer-Unfall bei Rüsselsheim werden neue Details bekannt. Das Drama mit drei Toten ereignete sich anders als zunächst gedacht - doch viele …
Todes-Drama auf der A67: Zeugen schildern Geschehnisse anders
Nach Erdbeben: Suche nach Verschütteten in Mexiko-Stadt dauert an
Nicht ganz eine Woche liegt das schwere Erdbeben in Mexiko zurück. Die Suche nach Verschütteten dauert in der Hauptstadt Mexiko-Stadt noch immer an.
Nach Erdbeben: Suche nach Verschütteten in Mexiko-Stadt dauert an

Kommentare