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KSK-Soldaten doch in Afghanistan eingesetzt

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- Berlin - Das "Kommando Spezialkräfte" (KSK) der Bundeswehr wird entgegen allgemeiner Annahme derzeit doch in Afghanistan eingesetzt. Allerdings nicht unter dem Mandat des Anti-Terrorkampfes "Enduring Freedom" (OEF), sondern zur Unterstützung der internationalen Schutztruppe ISAF, wie das Verteidigungsministerium in Berlin erstmals bestätigte.

Grundsätzlich dürfe in jeder militärischen Operation das KSK zum Einsatz kommen, hieß es. In erster Linie diene das dem Schutz der Bundeswehr im Ausland. Der Bundestag befasst sich seit Wochen mit Aktionen und möglichem Fehlverhalten des KSK in Afghanistan.

Dabei geht es um den Vorwurf des aus Bremen stammenden Türken Murat Kurnaz, zwei deutsche Soldaten hätten ihn 2002 in Afghanistan misshandelt. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) betonte in der Debatte mehrfach, in seiner bisher einjährigen Amtszeit sei das KSK nicht in Afghanistan eingesetzt worden - unter OEF. Dass es aber unter dem ISAF-Mandat seit August wieder in Afghanistan ist, erwähnte er nicht.

Im deutschen OEF-Mandat, das der Bundestag am Freitag um ein Jahr verlängerte, werden die Spezialkräfte gesondert ausgewiesen. In dem Ende September um ein Jahr verlängerten ISAF-Mandat gibt es einen solchen Hinweis nicht. Das Ministerium erklärte, die Spezialkräfte würden hier in die Gruppe "Stabilisierung, Sicherung, Schutz und gegebenenfalls Evakuierung" eingeordnet.

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