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Die Künstlerin Maja Smrekar ließ sich im Rahmen eines Projekts die Zelle eines Hundes einsetzen.

Riesen-Eklat in Österreich

Skandal-OP: Frau lässt sich Zelle von Hund in eigene Eizelle einpflanzen

Linz - Die Künstlerin Maja Smrekar ließ sich für ein Kunstprojekt die Zelle eines Hundes einsetzen - und sorgt damit sogar im österreichischen Parlament für ordentlich Zündstoff. 

Eigentlich könnte die slowenische Künstlerin Maja Smrekar überglücklich sein - immerhin räumte sie beim diesjährigen Prix Ars Electronica in Linz eine Goldene Nica in der Kategorie „Hybrid Art“ ab. Die mit der Edelfarbe überzogenen Trophäen zählen seit 1987 zu den wichtigsten Kulturpreisen Österreichs. 

Doch ihr prämiertes Kunstprojekt „ARTE_mis“ stieß im Nachbarland nicht nur auf Begeisterung -einige besonders empörte Kritiker diagnostizierten der Künstlerin sogar ein mangelndes Bewusstsein für Moral und Ethik.

Getreu dem Motto „Kunst muss Regeln brechen“ griff die 39-Jährige in der Tat zu mehr als ungewöhnlichen Mitteln. Sie ließ sich nämlich eine körpereigene Eizelle von einem Experten im Labor „entkernen“ und darin eine Körperzelle ihres Hundes einpflanzen. Das Ergebnis klingt so unglaublich wie fantastisch: Denn wie das Nachrichtenportal „Heute“ berichtet, entsteht dabei eine neue Zelle, aus der theoretisch ein Mischwesen aus Mensch und Hund erschaffen werden könnte. Ein ganz besonders fesselndes Detail veranlasste die Jury-Mitglieder schließlich dazu, Smrekars Versuch auszuzeichnen.

Die imaginären Wesen hätten - sollten sie denn tatsächlich entstehen - demnach eine höhere Lebenserwartung als Menschen „weil sie ihre Umwelt humaner behandeln würde als wir das tun“. So heißt es in einer offiziellen Presseaussendung des Ars Electronica CEnter (AEC). 

Darf Kunst wirklich alles?

Maja Smrekar ist in Kunstkreisen bekannt dafür, sich den philosophischen Fragen des Lebens auf ihre ganz eigene Weise zu nähern und immer wieder Grenzen auszuloten. Die Dreiecksbeziehung von Wolf, Hund und Mensch zieht sich dabei als bestimmendes Motiv durch Zahlreiche ihrer Werke.

Doch das fragwürdige Projekt "ARTE_mis" sorgt nun für bislang ungekannten Wirbel - denn die schweren Vorwürfe richten sich längst nicht mehr nur gegen die Künstlerin selbst. Auch Mitglieder der österreichischen Bundesregierung sind mittlerweile in Bedrängnis geraten und müssen sich nun ungemütlichen Fragen stellen.

Die FPÖ-Nationalratsabgeordneten Walter Rosenkranz und Werner Neubauer sandten aufgrund des „seltsamen Kunstverständnis beim Prix Ars Electronica" unter anderem eine parlamentarische Anfrage an Thomas Drozda (SPÖ), dem Bundesminister für Kunst und Kultur. Sie forderten eine Erklärung, warum solche Projekte in der Forschung verboten, in der Kunst aber erlaubt seien. Außerdem interessierte die beiden, nach welchen Kriterien die Jury zusammengestellt wurde. 

"Mit diesem Projekt wurden die Grenzen von Moral und Ethik ganz klar überschritten", erklärte Neubauer im Gespräch mit „Heute“, während Barbara Rosenkranz (FPÖ) Smrekars Versuchlaut dem Online-Portal mimikama.at als Form der Kunst beschrieb, „die nicht sein müsste“. Aus diesem Grund wandte sich die FPÖ darüber hinaus an Kardinal Schönborn, und bat ihn als geistlichen Vertreter der Kirche um seine Einschätzung zu dem Projekt.

Sorgt dieses Projekt für Smrekars Durchbruch?

Bislang haben sich allerdings weder etwaige SPÖ-Politiker noch Geistliche öffentlich geäußert. Doch auch wenn solch skurrile Kunstformen standesgemäß nicht zwangsläufig eine Begeisterungswelle auslösen  - zumindest eines muss man der slowenischen Künstlerin lassen. In einer Kunstwelt, in der sich so gut wie alle kreativen Köpfe immer wieder mit den abgedrehtesten Kuriositäten zu übertrumpfen versuchen, gelang es Smrekar tatsächlich, die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

sl

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