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Polizeimänner müssen für Ordnung sorgen.

Kunden prügeln sich um neue “Air Jordans“

Seattle - Raufereien, Vandalismus und mehrere Festnahmen: In den USA sorgte der Verkaufsstart des neuen Basketballschuhs "Air Jordan" für absoluten Ausnahmezustand.

Um sich ein Paar der nur in streng limitierter Auflage erhältlichen neuen “Air Jordans“ des Herstellers Nike zu sichern, hatten Hunderte Kunden vor Öffnung der Geschäfte am Freitag bis zu sieben Stunden in der Schlange gestanden.

Bereits in der Nacht war es in einigen Städten zu Handgemengen gekommen. In einem Streit vor einem Einkaufszentrum im Staat New Jersey wurde ein 20-Jähriger niedergestochen. Im kalifornischen Richmond wurden vor einer Shopping-Mall wartende Kunden nach Hause geschickt, als am frühen Morgen Schüsse zu hören waren.

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In Taylor im US-Staat Michigan verschafften sich rund 100 Kunden Zugang zu einem Einkaufszentrum, zerstörten die Dekoration und warfen Bänke um. Ein 21-jährigen Mann sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

In einem Vorort von Seattle hatten sich nach Angaben der Polizei bis 04.00 Uhr morgens etwa 1.000 Menschen vor einem Schuhgeschäft versammelt. Auch hier kam es zu Raufereien, bei denen mehrere Menschen leicht verletzt wurden.

Polizei geht mit Pfefferspray gegen Kunden vor

Die Polizei setzte Pfefferspray gegen 20 Kunden ein, die sich um die begehrten Schuhe schlugen. Ein 18-Jähriger wurde festgenommen, nachdem er einen Beamten geschlagen hatte. “Seine Schuhe hat er nicht bekommen, stattdessen sitzt er nun im Gefängnis“, sagte Polizeisprecher Mike Murphy.

Das Stück der Begierde: Die neuen Air Jordan Schuhe.

Nike veröffentlichte eine Erklärung, in der das Unternehmen die Gewalt verurteilte. “Die Sicherheit der Kunden ist das Wichtigste. Wir fordern jeden auf, der unser Produkt kaufen möchte, dies auf respektvolle und sichere Art und Weise zu tun“, hieß es in der Mitteilung.

Der Verkaufsstart der “Air Jordans“ hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder zu Gewalt geführt. Nachdem Nike die Schuhe 1984 erstmals anbot, waren mehrere Menschen überfallen und dabei sogar getötet worden.

“Ich verstehe nicht, warum sie für die Leute so wichtig sind“, sagte Carlisa Williams, die in Tukwila zwei Paar Schuhe gekauft hatte, dem Fernsehsender KING-TV. “Letztlich sind es nur Schuhe. Sie sind es nicht wert, dafür sein Leben zu riskieren.“

Zuletzt war es auch am “Black Friday“, dem traditionellen Start des Weihnachtsgeschäfts in den USA, in Einkaufszentren in mehreren Städten des Landes zu handgreiflichen Auseinandersetzungen unter Kunden gekommen.

ap

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