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Das Archivbild zeigt einen Blick durch Stacheldraht auf ein Gebäude des ehemaligen Konzentrationslagers Majdanek in Lublin (Polen), in dem die Gaskammern und Verbrennungsöfen untergebracht waren.

Kunst mit Asche aus KZ? Justiz ermittelt

Lublin - Ein Bild, das mit der Asche von Nazi-Opfern entstanden sein soll, hat die polnische Justiz auf den Plan gerufen. Diese soll aus dem Krematorium des früheren KZ Majdanek stammen.

Die Staatsanwaltschaft in Lublin nahm am Dienstag ein Ermittlungsverfahren gegen einen schwedischen Künstler auf. Es gehe um den Verdacht von Leichenschändung und der Störung der Totenruhe, sagte ein Behördensprecher der polnischen Nachrichtenagentur PAP.

Schwedische Medien hatten im Dezember berichtet, dass der Künstler nach eigenen Angaben für eines seiner Bilder Asche verwendet hat, die er aus den Öfen des Krematoriums im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Majdanek bei Lublin gesammelt hatte. Majdanek war nach Auschwitz-Birkenau das zweitgrößte deutsche Vernichtungslager, in denen die Nazis vor allem Juden ermordeten. In dem Lager wurden während des Zweiten Weltkriegs rund 80.000 Menschen getötet.

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Die Gedenkstätte Majdanek hatte in einem Kommentar auf ihrer Webseite nach Bekanntwerden der ersten Berichte über das kontroverse Bild nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine Provokation des Künstlers handeln könne. Sollte die Behauptung stimmen, handele es sich um „einen barbarischen Vorfall“. Bei ihren Ermittlungen hofft die Staatsanwaltschaft auf Rechtshilfe der schwedischen Behörden.

dpa

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