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"Der Knabe mit der roten Weste" von Paul Cézanne ist wieder aufgetaucht

Kunstdiebe schmuggeln Millionen-Bild in Autodach

Belgrad - Über 82 Millionen Euro ist ein Gemälde von Paul Cézanne wert, das 2008 spurlos verschwand. Jetzt fand die serbische Polizei das raffiniert versteckte Bild. 

Vier Jahre lang war "Der Knabe mit der roten Weste" von Paul Cézanne verschwunden. In einem der größten Kunstraube  Europas hatten Diebe 2008 das Bild aus den Jahren 1888/90 aus der Sammlung Bührle in Zürich entwendet. Doch die Langfinger ließen es nicht bei einem impressionistischen Meisterwerk bewenden: Auch je ein Gemälde von Vincent van Gogh ("Blühende Kastanienzweige"), Claude Monet („Mohnfeld bei Vétheuil“) und Edgar Degas („Ludovic Lepic und seine Töchter“) nahmen sie mit. Gesamtwert der Beute: 113 Millionen Euro.

Kurz nach dem Raub fanden die Ermittler den Monet und den van Gogh in einem Auto mit gestohlenen Kennzeichen auf dem Parkplatz der Psychiatrischen Klinik Burghölzli in Zürich. Die Bilder konnten dem Museum unbeschädigt zurückgegeben werden. Unklar ist, ob für sie ein Lösegeld bezahlt wurde. Der Cézanne blieb allerdings unauffindbar - bis jetzt.

In einer dramatischen Aktion gelang es der serbischen Polizei, den wertvollen Cézanne sicherzustellen. Die mutmaßlichen Kunstdiebe hatten das Millionen-Bild raffiniert versteckt: Es befand sich in einem Zwischenraum unter dem Dach eines Autos. Dessen Fahrer wurde zusammen mit zwei weiteren Verdächtigen verhaftet. Laut der "Daily Mail" bestätigte ein Experte die Echtheit des Gemäldes, das am Donnerstag auf einer Pressekonferenz präsentiert wurde.

Kunstdiebe schmuggeln Millionen-Bild in Autodach

Kunstdiebe schmuggeln Millionen-Bild in Autodach

Die Diebe hatten sich bei ihrem Raubzug die geringen Sicherheitsmaßnahmen des Züricher Museums zunutze gemacht. Die Polizei vermutet, dass die Langfinger gar nicht wussten, wie wertvoll ihre Beute war und wie schwierig es sein würde, sie zu verkaufen. Wahrscheinlich schnappten sie sich einfach die erstbesten Gemälde, die sie erwischen konnten, glauben Experten.

Jetzt konzentrieren sich die Ermittler darauf, den noch fehlenden Degas aufzuspüren.

HN

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