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In diesem Haus in München wurden die Gemälde entdeckt.

Staatsanwaltschaft will sich äußern

Kunstschatz: Lagert noch mehr in Salzburg?

München - Der Fund einer Kunstsammlung in München gilt als Sensation. Mit Spannung wird die Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft erwartet. Eine neue Spur führt jetzt auch nach Salzburg.

Nach dem Fund der spektakulären Kunstsammlung in einer Münchner Wohnung will sich am Dienstag erstmals die Staatsanwaltschaft äußern. Bei der Pressekonferenz um 10 Uhr in Augsburg wird auch die renommierte Kunstexpertin Meike Hoffmann von der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ der Freien Universität Berlin erwartet. Sie hat die Werke der Sammlung untersucht und will nun erste Erkenntnisse präsentieren.

Nach einem Bericht des „Focus“ liegen für mindestens 200 Werke offizielle Suchmeldungen früherer Eigentümer vor, die ihre Schätze unter den Nationalsozialisten verloren hatten. Den Wert der Sammlung gibt das Magazin mit rund einer Milliarde Euro an. Die gut 1500 Werke berühmter Künstler wie Pablo Picasso, Henri Matisse oder Marc Chagall waren bereits im Frühjahr 2011 entdeckt worden. Die Erben jüdischer Kunstsammler haben die deutschen Behörden für die lange Geheimhaltung scharf kritisiert. Rechtsanwalt Markus Stötzel, der die Erben des jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim vertritt, nannte dies im „Handelsblatt“ (Dienstag) einen Verstoß gegen die Washingtoner Erklärung, in der sich 44 Staaten über den Umgang mit NS-Beutekunst verständigt hatten. Auch der New Yorker Anwalt David Rowland, der zwischen 30 und 40 Erbengemeinschaften und Nachfahren jüdischer Kunstsammler vertritt, forderte absolute Transparenz bezüglich des Inhalts der Sammlung.

Dem „Focus“ zufolge lagerten sie in der Wohnung des 79 Jahre alten Cornelius Gurlitt, Sohn des 1956 verstorbenen Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt. Dieser hatte stets behauptet, seine Sammlung sei während des großen Bombenangriffs auf Dresden am 13. Februar 1945 verbrannt. Nun sollen die kostbaren Kunstschätze in einem Depot in Garching bei München lagern, wo sie von Sachverständigen untersucht werden. Auch die Herkunft der Bilder soll geklärt werden.

Indes berichtete der österreichische Rundfunk ORF, dass Gurlitt ein Haus in Salzburg besitze. Dieses sei noch nicht auf mögliche weitere Gemälde hin untersucht worden.

In dieser Wohnung lag die NS-Raubkunst

dpa

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