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Kunstvolle Formen: Ein kleiner Teil der Höhle von Ra Paulette.

Kunstwerk in den Sandstein gehauen

Mann gräbt seit 25 Jahren an dieser Höhle

München - Was kann man nicht alles in 25 Jahren anstellen? Für Ra Paulette gibt es nur die Antwort: Eine Höhle graben. Im US-Bundesstaat Neu Mexiko hat er sich ein Kunstwerk in den Sandstein geschlagen.

Wer bei einer Höhle an ein dunkles Loch denkt, der liegt komplett daneben: Paulettes Höhle gleicht eher einem Tempel. Überall finden sich kunstvolle Verzierungen an der Wand. Ein Raum hat sogar einen Holzboden, eine Badewanne mit fließendem Wasser. Alles das hat Paulette geschaffen - ohne Bildhauer-Ausbildung und ohne Architektur studiert zu haben. Einziger Gefährte ist sein Hund, ansonsten gräbt, bohrt und schaufelt er alleine vor sich hin - mitten in einer Wüste in New Mexico.

"Arbeit mit den Händen, so drücke ich mich selbst aus", so Paulette auf seiner Website. Gefragt, ob er denn vom Höhlengraben besessen sei, sagt er: "Würden Sie ein Kind, das spielt, besessen nennen? Wenn du etwas machst, das du liebst, dann möchtest du es die ganze Zeit tun."

Viel Geld bekommt er für den Bau seines Kunstwerks nicht - 12 Dollar die Stunde für die harte Arbeit. Über seine Webseite können Interessierte spenden. "Ich mache das nicht fürs Geld, man wird nicht reich, wenn man solche wunderbaren Orte schafft", sagt Paulette. Lange werkelte er relativ unbeobachtet vor sich hin. Bis ein Regisseur ihn entdeckte und den Film "Cavedigger" (also Höhlengräber) drehte.

Wenn er mit seiner Arbeit fertig ist, will Paulette seine Riesen-Höhle für Besucher öffnen - als Ort der Heilung. Eben ein Platz, an dem sich Menschen treffen können. Über sein Alter gibt es unterschiedliche Angaben - aber bis er seinen Höhlentraum verwirklicht hat, ist Paulette locker über 70.

mb

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