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Karnevalsumzug durch die Innenstadt von Braunschweig. Der sogenannte "Schoduvel" gilt als einer der größten Karnevalsumzüge in Norddeutschland. Foto: Swen Pförtner

Viele wollen Trump sein

Kunterbunter Karneval landauf, landab

Schon vor Rosenmontag sind die Freunde des Karnevals so richtig auf Touren. Die Sicherheit wird stets großgeschrieben - sogar Müllcontainer kommen als Schutz zum Einsatz.

Braunschweig/Cottbus (dpa) - Deutschlands Narren schunkeln sich dem Höhepunkt der Karnevalssaison entgegen. Hochburgen der Jecken waren am Sonntag unter anderem das niedersächsische Braunschweig, das brandenburgische Cottbus sowie Düsseldorf, Köln und Frankfurt am Main.

Viele Tausend Menschen trotzten dem nasskalten Wetter. Besonders beliebt als Kostüm ist dieses Jahr die blonde Haartolle von Donald Trump. Aber auch Gießkannen-Köpfe, Wespen und große Kuschelbären stürzten sich in den närrischen Trubel. Allein beim Kölner "Schull- un Veedelszöch" wurde am Sonntag mit 350 000 Besuchern gerechnet.

Beim größten Karnevalsumzug Norddeutschlands, dem "Schoduvel" in Braunschweig, erwarteten die Veranstalter mehr als 200 000 Zuschauer. Unter dem Motto "Helau - wir tun es allen kund: Der Schoduvel bleibt frei und bunt" nahmen laut Zugleitung rund 140 Wagen teil.

Beim größten närrischen Spektakel in den neuen Bundesländern, dem "Zug der fröhlichen Leute" in Cottbus, feierten mehrere zehntausend Menschen ausgelassen Straßenkarneval. Pünktlich um 13.11 Uhr setzten sich die rund 80 Mottowagen mit 3000 Jecken in Bewegung. Unter dem Eindruck des Terroranschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember wurden erhöhte Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Unter anderem wurden die Zufahrten gesperrt und mit Containerfahrzeugen und Metallcontainern einer Entsorgungsfirma zugestellt.

Elche, Frösche, Schlümpfe oder Marienkäfer waren auf den Straßen der Thüringer Hauptstadt Erfurt zu sehen. Auch Spielmannszüge waren beim Umzug der 2500 Karnevalisten durch die Stadt dabei. Von den Umzugswagen regnete es Schokolade, Popcorn und Blumen.

Im thüringischen Nordhausen hat ein als Polizist verkleideter Karnevalist zu tief ins Glas geschaut und sich auf dem Weg nach Hause in einer fremden Wohnung zum Schlafen hingelegt. Er sei von der echten Polizei auf dem Sofa "sanft geweckt" worden, sagte ein Sprecher. Der 22-Jährige habe geglaubt, er schlafe bei einem Schulfreund. Die Beamten vermuten, dass er in die Wohnung gelangte, als der Wohnungsbesitzer die Zeitung aus dem Briefkasten holte. Bei dem jungen Karnevalisten wurden 1,8 Promille Alkohol festgestellt.

Schoduvel

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