Kameras filmen Täter

Kurz nach Entbindung: Frau wird vergewaltigt

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Neu Delhi - In Indien wurde eine Frau kurz nach der Entbindung in einem Privat-Krankenhaus vergewaltigt. Der Täter wurde von verschiedenen Kameras aufgenommen.

Die Geburt eines Kindes sollte eigentlich der schönste Moment im Leben einer Frau sein, doch für eine junge Frau in Indien wurde der Moment danach zur Katastrophe. Nach der Entbindung sollte die frischgebackene Mutter noch eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik in einem Vorort von Neu Delhi bleiben - das wurde ihr offenbar zu Verhängnis.

Wie der indische Nachrichtensender NDTV berichtet, soll sich ein Mann gegen halb vier morgens im Krankenhaus umgesehen haben. An den Wachmännern war er offenbar vorbeigekommen, weil er sich als Arzt ausgab. Im Krankenhaus selber sei er herumgelaufen, als wäre er selbst ein Patient, wie ein tatsächlich dort arbeitender Arzt dem Sender NDTV gegenüber erklärte. In den Aufnahmen der Überwachungskameras ist zu sehen, wie der Mann anscheinend die Patienten begutachtet, um sich das vermeintliche Opfer auszusuchen. 

Der Sender NDTV zeigt die Aufnahmen der Überwachungskameras

Nachdem der mutmaßliche Täter die junge Mutter offenbar vergewaltigte, ging er in ein weiteres Krankenhaus in der Nachbarschaft - wohl, um dort ein weiteres Opfer zu finden. Doch der Frau gelang es, den Alarm zu drücken und den Mann in die Flucht zu schlagen. Auch im zweiten Krankenhaus soll der Täter auf mehreren Überwachungskameras zu sehen sein, die Polizei fahndet nun nach ihm. 

Der Onkel der vergewaltigten Mutter äußerte sich empört über das Krankenhauspersonal. Keiner sei seiner Nichte zu Hilfe gekommen, weder ein Arzt noch eine Schwester - trotz lauter Hilferufe und Schreie der Frau.

Mädchen nach sexueller Belästigung erschossen

Weil zwei Mädchen in Indien die sexuellen Belästigungen von zwei Männern zurückwiesen, haben die Angreifer eine der Schwestern erschossen. Die 14-Jährige sei auf dem Rückweg mit ihrer älteren Schwester von ihrer Arbeit als Hausangestellte gewesen, als die Mädchen von den zwei Männern, die auf einem Motorrad unterwegs waren, belästigt worden seien, teilte die Polizei im Distrikt Sitapur in dem nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh am späten Montagabend mit.

Die Mädchen verlangten von den Männern demnach, mit ihren verbalen, sexuellen Belästigungen aufzuhören: Die Männer "weigerten sich, was einen von ihnen dazu brachte, das Mädchen zu erschießen." Die Männer konnten zunächst flüchten, wurden aber später festgenommen, weil die ältere Schwester der Polizei eine Beschreibung der Täter geben konnte.

Nach örtlichen Medienberichten hatten sich die Schwestern schon zuvor bei der Polizei darüber beschwert, dass sie regelmäßig von den Männern belästigt würden. Sie hätten aber keine Hilfe bekommen.

Frauenrechtsaktivisten werfen den Behörden in Indien vor, Fälle von sexueller Gewalt und Belästigung gegen Mädchen und Frauen nicht zu verfolgen. Die brutale Vergewaltigung einer Studentin in einem Bus in Neu Delhi im Jahr 2012 hatte das erschreckende Ausmaß der Gewalt gegen Frauen in Indien auch international zu einem Thema gemacht. Seither gab es Reformen, unter anderem härtere Strafen für Täter, doch die Zahl der Angriffe bleibt hoch.

Frauen in Indien: Die Angst fährt mit

mt/afp

Rubriklistenbild: © Screenshot/NDTV

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