La Palma unter Beschuss

Vulkan auf La Palma: Ausbruch erreicht nächste Stufe – Experte hat Theorie zur Lava

  • VonYasina Hipp
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Seit rund 19 Tagen brodelt der Vulkan „Cumbre Vieja“ auf La Palma und begräbt die Insel unter Lava. Ein Ende ist nicht in Sicht - im Gegenteil der Vulkan scheint aggressiver zu werden.

La Palma - Die Szenen auf La Palma gleichen einem Endzeitfilm. Glühend heiße Lava überzieht die Insel, aus dem Vulkan schießt eine riesige orangene Fontäne und Asche liegt in der Luft. Der Vulkan „Cumbre Vieja“ auf der Kanareninsel gibt keine Ruhe. Experten vom vulkanischen Institut berichten sogar von noch aggressiveren Aktivitäten.

Vulkan auf La Palma: „Cumbre Vieja“ spuckt Gesteinsbrocken aus

Aktuelle Videoaufnahmen zeigen einen Gesteinsbrocken, der rund einen Kilometer weit aus dem Vulkan geschleudert wurde. Das vulkanische Institut spricht von einer „explosiven Aktivität mit herabfallenden Pyroklasten und Bomben“.

Kanaraninsel La Palma: Vulkan-Lava erreicht Meer

Die herabfallenden „Bomben“ sind nur eine weitere Extremstufe des lange anhalten Vulkanausbruchs. Zehn Tage nach dem Ausbruch erreichten die riesigen Lavamassen das Meer von La Palma. Rund 470 Hektar Land begrub die zähe Masse auf dem Weg da hin unter sich, zerstörte Häuser und Gebäude und zwang viele Menschen zur Flucht. Im Meer hat sich seitdem durch das Lavagestein eine immer weiter wachsende Landzunge gebildet.

Laut stern.de habe der Vulkan bereits 250.000 Tonnen Schwefeldioxid* und 35 Millionen Kubikmeter Magma ausgestoßen. Und eine Ende ist laut Experten bisher nicht in Sicht.

La Palma: Vulkanausbruch verspricht In Zukunft fruchtbaren Boden

Auch wenn die Einwohner von La Palma für derartige Gedanken sicherlich noch nicht den Kopf frei haben: Ein Vulkanausbruch und die Lava machen Böden sehr fruchtbar. Das ist auch der Grund, weshalb sich Menschen immer wieder an aktiven Vulkanen ansiedeln.

Fernando Tuya, Experte für Biodiversität und Umweltschutz an der Universität Las Palmas de Gran Canaria, sagte dw.com über die neu entstandene Landzunge im Meer: „Die Lava wird einen Felsen bilden, der Nährboden für eine Reihe von Meerestieren sein wird, die ihn in drei bis fünf Jahren besiedeln können.“ Nun müssen aber zuerst die weiteren Aktivitäten von „Cumbre Vieja“ abgewartet werden. *HNA ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © AP/dpa/Daniel Roca

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