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Vulkanausbruch auf La Palma: Live-Kamera fängt gespenstischen Moment ein - Experten befürchten Schlimmes

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Von: Jennifer Lanzinger

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Es war ein gespenstischer Moment, den eine Kamera des spanischen TV eingefangen hat. Der Vulkanausbruch auf La Palma sorgt erneut für schlimme Befürchtungen der Experten.

La Palma - Die Kanareninsel La Palma kommt nicht zur Ruhe, noch immer tritt Lava aus. Unzählige Häuser wurden bereits zerstört, viele Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Live-Kameras des spanischen Fernsehens hatten am Montag jedoch eine gespenstische Stille eingefangen, der Vulkan war kurzzeitig verstummt. Doch die Ruhe war nur von kurzer Zeit.

Vulkanausbruch auf La Palma: Live-Kamera fängt gespenstischen Moment ein - Experten befürchten Schlimmes

Wie die dpa berichtet hatte die gespenstische und überraschende Stille am Montag rund zweieinhalb Stunden angehalten. In der Live-Übertragung des spanischen Fernsehens waren nur noch Hundegebell, Autohupen in der Ferne und zwitschernde Vögel zu hören. Doch nur kurze Zeit später war die Ruhe dann auch wieder vorbei, mit einem Grollen und Fauchen kündigte sich bereits der nächste Ausbruch an.

Bereits seit dem 19. September versprüht der Vulkan seine Lava, die siedend heißen Lavaströme bahnen sich weiter ihren Weg zum Meer. Wie die spanische Zeitung La Vanguardia am Montag berichtet hatte, muss die Lava nur noch rund 800 Meter zum Meer zurücklegen. Doch sollte sich der Lavastrom tatsächlich bis zum Meer vorfressen, befürchten Experten Schlimmes.

Vulkanausbruch auf La Palma: Wann trifft die Lava aufs Meer?

Die Behörden hatten bereits am Montag eine Ausgangssperre für mehrere Ortschaften beschlossen, die Menschen sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Die schlimme Befürchtung der Experten: sollte die rund 1000 Grad heiße Lava ins salzige Meerwasser fließen, könnten sich giftige Dämpfe bilden, die Salzsäure enthalten. Das berichtet unter anderem der spanische TV-Sender RTVE.

Der teilweise bis zu 600 Meter breite Lavastrom begrub am Sonntag bereits einen Kirchturm unter sich, Touristen aus Deutschland hatten bereits in der vergangenen Woche über dramatische Momente berichtet. Schon seit Tagen befinden sich jedoch keine Menschen mehr in den gefährdeten Gebieten. Am Montag wurde der Flugverkehr mit der Insel erneut eingestellt. Wie die dpa unter Berufung auf die Fluggesellschaft Binter erklärt, könne ein sicherer Betrieb aktuell nicht gewährleistet werden. Alternativ konnten Reisende auf Fähren Richtung Teneriffa ausweichen, um von dort ein Flugzeug zu nehmen. Allerdings gab es vor den Fähren lange Warteschlangen.

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