Mitglieder eines Rettungsteams tragen in Mati eine verletzte Frau. Foto: Thanassis Stavrakis/AP
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Mitglieder eines Rettungsteams tragen in Mati eine verletzte Frau. Foto: Thanassis Stavrakis/AP
Ein Mitglied eines Rettungsteams sucht in einem ausgebrannten Haus nach Vermissten. Foto: Thanassis Stavrakis/AP
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Ein Mitglied eines Rettungsteams sucht in einem ausgebrannten Haus nach Vermissten. Foto: Thanassis Stavrakis/AP
Feuerwehrkräfte konnten fast alle Brände unter Kontrolle bringen. Foto: Lefteris Partsalis/XinHua
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Feuerwehrkräfte konnten fast alle Brände unter Kontrolle bringen. Foto: Lefteris Partsalis/XinHua
Völlig zerstörte Wohnhäuser: Winde der Stärke 9 erzeugten binnen Minuten ein Flammenmeer. Foto: Lefteris Partsalis/XinHua
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Völlig zerstörte Wohnhäuser: Winde der Stärke 9 erzeugten binnen Minuten ein Flammenmeer. Foto: Lefteris Partsalis/XinHua
Ein Mann blickt auf verbrannte Fahrzeuge in der Küstenstadt Mati. Foto: Lefteris Partsalis/XinHua
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Ein Mann blickt auf verbrannte Fahrzeuge in der Küstenstadt Mati. Foto: Lefteris Partsalis/XinHua
Kräfte des griechischen Roten Kreuzes sind in Mati im Einsatz. Foto: Christoph Soeder
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Kräfte des griechischen Roten Kreuzes sind in Mati im Einsatz. Foto: Christoph Soeder

Dutzende werden noch vermisst

Flammeninferno bei Athen: Zahl der Opfer steigt

Trauer und Verzweiflung in Griechenland - und auch die Wut der Überlebenden ist groß. Die Menschen fragen sich, wieso das Land so schlecht auf solch eine Brandkatastrophe vorbereitet war.

Athen (dpa) - Gab es Evakuierungsanweisungen, Notfallszenarien, Rettungsleitlinien, gab es überhaupt irgendeinen Plan?

Das fragen sich am Mittwoch die Überlebenden der Feuerkatastrophe bei Athen ebenso wie Journalisten, Politiker und letztlich ganz Griechenland, das mit den Menschen in der betroffenen Region leidet. Das Feuerinferno, das in der Nacht zum Dienstag östlich von Athen wütete, hat mindestens 80 Menschen in den Tod gerissen. Und immer noch werden abgebrannte Häuser nach Vermissten durchsucht. Eine gute Nachricht gab es doch noch: Regen löschte einen Waldbrand im Westen Athens.

Es habe im Jahr 2007 Waldbrände gegeben, 2009 ebenso - "Wieso war die Stadt nicht vorbereitet?", fragt eine Anwohnerin am Mittwoch weinend in die Fernsehkameras. Hinter ihr ragten verkohlte Bäume in den Himmel, lagen umgefallene Strommasten und zeugten schwarzgraue Wände verbrannter Häuser von der Feuersbrunst.

Am Mittwoch leitete die griechische Justiz erste Ermittlungen in die Wege. Es werde nach den Ursachen der Katastrophe gesucht, teilte die Staatsanwaltschaft von Athen mit.

Derweil durchsuchten Rettungskräfte die Ruinen. Bei den bisher 80 Toten handelt sich um eine vorläufige Bilanz, Dutzende Menschen werden noch vermisst. "Die Suche nach diesen Menschen dauert an", sagte eine Sprecherin der Feuerwehr. Die Bürgermeister der Region befürchten, dass die Zahl der Toten dreistellig werden könnte. Verwandte der Vermissten richteten ein Internet-Portal mit Fotos der Menschen ein, deren Schicksal unbekannt ist.

Strom und Wasser gab es zunächst längst nicht wieder in den betroffenen Gebieten, die Elektrizitätsgesellschaft arbeitet an der Wiederherstellung und versprach am Mittwoch, das Netz bis Samstag weitgehend wieder hergestellt zu haben.

Etwa 200 Fachleute vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr begannen damit, die Schäden zu registrieren. Ihnen zufolge sind hunderte Häuser einsturzgefährdet und unbewohnbar, berichtete die Athener Zeitung "Kathimerini".

Derweil lief die versprochene Hilfe aus anderen EU-Staaten an. Mehr als 60 zyprische Feuerwehrleute und zwei Löschflugzeuge aus Italien waren bei den Löscharbeiten dabei, ein rumänisches Flugzeug wurde erwartet.

Die meisten Brände, die in den vergangenen Tagen bewohnte Gebiete bedrohten, seien unter Kontrolle, hieß es bei der griechischen Feuerwehr. Am Abend fiel starker Regen und löschte einen seit Tagen tobenden Brand auf dem Berg Gerania rund 70 Kilometer westlich von Athen. Aus Sicherheitsgründen waren am Mittwochvormittag einige kleinere Ortschaften in der Nähe des Berges evakuiert worden. Die Einwohhner kehrten zurück, berichtete das Staatsfernsehen am Mittwochabend.

Staatsfernsehen ERT

Griechische Feuerwehr

Internetseite mit mutmaßlichen Vermissten

Bericht "Kathimerini"

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