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Benzin und Nahrungsmittel werden in Japan immer knapper.

Lage in japanischen Notlagern verschärft sich

Tokio - Die Situation der Flüchtlinge in Japan verschärft sich. Immer mehr Menschen verlassen ihre Häuser und bringen sich in Sicherheit. Doch in den Flüchtlingslagern droht die Situation zu eskalieren.

Wie der Fernsehsender NHK am Donnerstag berichtete, flohen weitere 28 000 Menschen vor der Gefahr radioaktiver Verstrahlung. Weiter im Nordosten kämpfen die Menschen unterdessen gegen bittere Kälte. Benzin und Nahrungsmittel werden immer knapper. Die Situation im Kernkraftwerk Fukushima Eins gerät zunehmend außer Kontrolle, nachdem ein heftiges Erdbeben und Tsunami die Anlage am Freitag beschädigt hatten.

Viele Notunterkünfte in der Region seien aber schon überfüllt und könnten keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen, berichtete der Sender NHK am Donnerstag (Ortszeit) weiter. Deshalb würden viele Menschen jetzt auch auf umliegende Präfekturen ausweichen. So seien in der Präfektur Niigata weitere Hotels reserviert worden, um Flüchtlinge aufzunehmen. Allein in der Stadt Niigata stünden dafür nun zusätzliche 17 Hotels zur Verfügung. In den Präfekturen Yamagata und Tochigi seien nun Experten damit beschäftigt, Menschen aus Fukushima auf Radioaktivität zu überprüfen und medizinisch zu versorgen.

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Die Lage in den Notlagern weiter im Erdbebengebiet im Nordosten wird ebenfalls immer angespannter. In einer Grundschule in der Stadt Sendai entfachten die dort untergebrachten Menschen am Donnerstag im Morgengrauen mit Holzscheiten Feuer unter Fässern, um heißes Wasser zuzubereiten. Die Fensterscheiben waren im Inneren des Gebäudes vereist. Die Menschen versuchen sich mit Decken warm zu halten.

“Die Gasvorräte gehen zu Ende“, sagte ein Reporter des japanischen Fernsehens. An den Wassertanks bildeten sich Schlangen geduldig wartender Menschen. Mancherorts hat es geschneit. Auch Benzin an den wenigen noch geöffneten Tankstellen geht aus.

dpa

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