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Lebensmittel und Trinkwasser werden im Katastrophengebiet knapp.

Lage auf den Philippinen spitzt sich zu

Manila - Die Zahl der Toten nach der Naturkatastrophe im Süden der Philippinen ist auf mehr als 900 gestiegen. Massengräber werden ausgehoben. Trinkwasser wird knapp.

Die Zahl der Toten nach den schweren Unwettern auf den Philippinen ist auf 927 gestiegen. Rettungskräfte hätten weitere Leichen aus dem Meer geborgen, sagte der Chef des Zivilschutzes Benito Ramos am Montag. Unklar war, wie viele Menschen noch vermisst werd/rten. Nach offiziellen Angaben waren es 82, das philippinische Rote Kreuz schätzte die Zahl der Vermissten hingegen auf 800. Die Diskrepanz ergab sich aus der Unsicherheit darüber, wie viele Menschen noch unter Schlamm oder Trümmern begraben sein könnten oder sich lediglich in überfüllten Notunterkünften befanden.

Viele Straßen waren von Erdrutschen verschüttet. Der braune Schlamm verwüstete etliche Häuser in Dörfern und Städten. Viele Bewohner kehrten in zerstörte Orte zurück und versuchten, Überbleibsel ihres Hab und Guts zu retten. Flüchtlinge wurden in Kirchen und auf Sportplätzen notdürftig untergebracht.

Flutkatastrophe auf den Philippinen - die Bilder

Flutkatastrophe auf den Philippinen - die Bilder

Allein in den beiden Städten Städten Cagayan de Oro und Iligan in der südlichen Region Mindanao wurden 625 Menschen getötet. In anderen Provinzen kamen weitere hundert Menschen ums Leben. In dem Katastrophengebiet mache sich der Gestank von verwesten Leichen und Tierkadavern breit, sagte Ramos.

In Iligan begannen Helfer, Massengräber auszuheben, sagte Bürgermeister Lawrence Cruz. In Cagayan de Oro wurden laut Bürgermeister Vicente Emano die Toten in Leichensäcken vor Beerdigungsinstituten gestapelt. “Wir werden die Leichen einfrieren lassen, damit sie vor der Beisetzung identifiziert werden können“, sagte Gesundheitsminister Enrique Ona. So solle auch die Gefahr von Seuchen gebannt werden.

Hilfsorganisationen und Behörden schickten Trinkwasser in die Gebiete, weil dort die Vorräte ausgingen. Die Fluten beeinträchtigten die Wasserversorgung in dem Großraum Cagayan de Oro. Ein Wasserwerk sei zerstört, sagte eine Sprecherin der Wasserbehörde.

Der Tropensturm “Washi“ fegte in der Nacht zu Samstag über die Insel Mindanao 800 Kilometer südlich von Manila. Zwölf Stunden Dauerregen ließen die Flüsse anschwellen. In der Nacht trat das Wasser über die Ufer und rauschte teils meterhoch durch die Straßen und Ortschaften. Die meisten Opfer wurden im Schlaf überrascht.

dpa/dapd

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