Land unter in New York: U-Bahn lahmgelegt

New York - New York säuft ab: Ein Dauerregen stoppte mehrere U-Bahnlinien, der Verkehr auf den Straßen war weitgehend lahmgelegt.

Der Kennedy-Flughafen meldete einen Rekord: Hier fiel innerhalb von 24 Stunden so viel Regen wie noch nie seit Beginn der Messungen vor 116 Jahren, berichteten die “New York Daily News“ am Montag. Demnach regnete es in der Acht-Millionen-Metropole an einem Tag so viel wie sonst in zwei Monaten, schrieb das Blatt weiter.

In Manhattan mussten etliche U-Bahn-Stationen geschlossen werden, weil die Schächte unter Wasser standen. Auf den Stadtautobahnen ging es meist nur im Schritttempo voran. Teilweise drohten Erdrutsche. Die Gullys waren großenteils verstopft oder voll gelaufen. Insbesondere auf Staten Island, der Insel im Süden Manhattans, standen die Fluten in einigen Straßen hüfthoch. Autos steckten fest und mussten zurückgelassen werden. Tausende Keller liefen voll.

Feuerwehr und andere Helfer waren im Dauereinsatz. Sie retteten unter anderen zwei Bauarbeiter aus einem Fahrstuhl, der bereits bis in Brusthöhe mit Wasser voll gelaufen war. “Ich dachte, ich würde sterben“, sagte einer der beiden Männer, ein 26-Jähriger aus dem Nachbarstaat New Jersey, nach seiner Befreiung. Auf der New Yorker Ferieninsel Long Island lagen entwurzelte Bäume auf den Schienen, im Nahverkehr verspäteten sich viele Züge.

Nach dem Dauerregen am Sonntag sollte es weiter regnen, allerdings nicht mehr so stark. Erst vor drei Wochen hatten die New Yorker unter anderen Wetterkapriolen zu leiden: Tagelang lagen eine brütende Hitze mit Temperaturen bis zu 45 Grad Celsius und eine drückende Schwüle wie eine Glocke über der Stadt.

dpa

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